Düsseldorf: Lufthansa-Flugbegleiter wollen Schlichtung

Düsseldorf : Lufthansa-Flugbegleiter wollen Schlichtung

Die Verhandlungen zwischen der Lufthansa und den 19 000 Beschäftigten des Kabinenpersonals über die Themen Alters- und Übergangsversorgung sind gescheitert. Das teilten beide Seiten gestern Nachmittag mit. Ein Scheitern hatte sich abgezeichnet, als die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter-Organisation (Ufo) ihre Mitglieder vor einigen Wochen zur Urabstimmung über unbefristete Streiks aufgerufen hatte.

Lufthansa und Ufo einigten sich nun auf eine Schlichtung. Gewerkschafts-Chef Nicoley Baublies brachte anstelle einzelner Schlichter ein ganzes Team ins Spiel. Wie dieses besetzt werden soll, ließ er jedoch offen. Die Gewerkschaft Ufo erklärte zudem, es solle auch Abstimmungen mit anderen Mitarbeitergruppen geben, um gegebenenfalls "eine konzertierte Vorgehensweise" zu erreichen.

Denn tatsächlich ist die Streikgefahr trotz der Schlichtung in der Kabine nicht gebannt. Zeitgleich liefert sich die Lufthansa mit ihren Piloten einen Tarifkonflikt. Ein Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit erklärte, bis Anfang März werde es zwar rund zehn Informationsveranstaltungen für die Piloten geben. Dies bedeute jedoch nicht, dass währenddessen Streiks ausgeschlossen seien. Diese sollten aber wie in der Vergangenheit 24 Stunden zuvor angekündigt werden.

(RP)