Persönlich Leonhard Kuckart . . . wettert gegen den CDU-General

Der Landesvorsitzende der Senioren-Union Nordrhein-Westfalen, Leonhard Kuckart (83), ist sauer: Erbost hat ihn CDU-Generalsekretär Peter Tauber (40) mit der Aussage, mögliche Neumitglieder würden in einem Ortsverein auf eine "homogene Altherrenriege" stoßen. Dies, so Kuckart, stelle Senioren in die Ecke. Dann sollte man Ältere doch gleich um ihren Austritt bitten. Dabei bilden gerade diese Mitglieder einen beachtlichen Teil der CDU-Basis und - mit rund 30 Prozent - auch einen beachtlichen Teil der Gesellschaft. Der Chef der Senioren-Union legt noch einen drauf: Wenn die Älteren die CDU nicht mehr wählen würden, sei die Partei am Ende. Deshalb wollten Senioren genauso wahrgenommen und miteinbezogen werden, wie alle anderen auch - nicht mehr und nicht weniger.

Kuckart ist selbst seit über 50 Jahren in der CDU und damit länger Mitglied, als Generalsekretär Peter Tauber überhaupt an Lebensjahren zählt. Der in Schwelm geborene, ehemalige Verkaufsleiter war unter anderem zwei Jahrzehnte lang Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen und ist heute, neben seiner Position als Landesvorsitzender, auch Bundesvize der Senioren-Union. Vor einigen Jahren machte er Schlagzeilen, als er Kinderlärm als unzumutbar bezeichnete. Der Aufschrei - auch innerhalb der eigenen Partei - war riesengroß. Heute setzt er sich umso mehr für die Entschärfung des Generationenkonflikts ein. Einseitigkeit schade der CDU, lautet sein Credo. Deshalb sei der Zusammenhalt zwischen Jung und Alt umso wichtiger und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit riesengroß. Eine Ansicht, die viele teilen. Das Verhältnis der Generationen innerhalb der Partei habe sich in den vergangenen Jahren schon verbessert, sei jedoch noch nicht ausreichend gut, so der 83-Jährige.

Dabei könnten die jungen Mitglieder der CDU durchaus von den "Alten Hasen" profitieren.

(RP)
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