Laschets unnötiges Eigentor

Laschets unnötiges Eigentor

Erst war es nur eine peinliche Posse. Aber weil die Landesregierung so ungeschickt mit dem Hacker-Fehlalarm ihrer ehemaligen Umweltministerin umging, trennt sie nun nur noch eine Handbreit von der Regierungskrise. Bei diesem Thema haben sich Laschet und seine zuständigen Regierungs-Kollegen sich schlichtweg verrannt.

Erst war es nur eine peinliche Posse. Aber weil die Landesregierung so ungeschickt mit dem Hacker-Fehlalarm ihrer damaligen Umweltministerin umging, trennt sie nun nur noch eine Handbreit von der Regierungskrise. Bei diesem Thema haben sich Laschet und seine zuständigen Regierungs-Kollegen schlichtweg verrannt.

Es wäre ein verzeihlicher Fehler gewesen, wenn die Landesregierung ihren irrtümlich ausgerufenen Hacker-Alarm bei der nächstbesten Gelegenheit einfach mit einer Geste des Bedauerns korrigiert hätte. Einige hämische Kommentare wären die Folge gewesen - und das Ganze wäre längst vergessen. Diese Chance hat sie aber versäumt. Stattdessen verstiegen Teile der Regierung sich in schwer erträgliche Rechthaberei. Auch so manche Begründung für das eigene Handeln wirkt etwas grotesk. So erklärte Laschet zum Beispiel gestern, als Ministerpräsident dürfe er noch nicht abgeschlossene Ermittlungen nicht kommentieren. Gleichwohl duldet er, dass sein eigener Sprecher genau dies längst getan hat.

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Es ist traurig anzusehen, wie eine im Großen und Ganzen bislang erfolgreiche Landesregierung wegen so einer Lappalie ihre Glaubwürdigkeit riskiert.

(tor)
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