Moskau Kremlkritiker nach seinem Tod schuldig gesprochen

Moskau · Sergej Magnizki ist seit vier Jahren tot. Doch das hielt einen Moskauer Richter nicht davon ab, den Anwalt posthum der Steuerhinterziehung schuldig zu sprechen. Auf ein Strafmaß wurde verzichtet. Mit diesem grotesken Urteil endete ein hochpolitischer Prozess. Magnizki, der für eine Moskauer Steuerberatungsfirma gearbeitet hatte, wurde 2008 wegen Betrugsvorwürfen festgenommen. Höchstwahrscheinlich geschah dies aus Rache: Der Jurist war Beamten des russischen Innenministeriums in einem großen Korruptionsfall auf die Schliche gekommen, den die Regierung vertuschen wollte.

(hei)
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