Astana: Keine Verlängerung für Syrien-Gespräche

Astana : Keine Verlängerung für Syrien-Gespräche

Der Chefunterhändler der syrischen Regierung hat seine Abreise von den Friedensgesprächen in Kasachstan angekündigt. Seine Gespräche seien zwar konstruktiv gewesen, hätten jedoch nur eine Vereinbarung zur Minenräumung in Palmyra erbracht, sagte gestern der syrische UN-Botschafter Baschar Dschaafari. Zuvor hatte die kasachische Regierung noch erklärt, die Verhandlungen würden verlängert. Die Gespräche in Astana werden von der Türkei und Russland vermittelt und laufen parallel zu politischen Verhandlungen in Genf zwischen der syrischen Regierung und der Opposition.

Die Astana-Gespräche bemühen sich um eine Waffenruhe und humanitäre Anstrengungen. Doch haben sie bislang wenig Ergebnisse geliefert. Zur dritten Runde reisten die Rebellen erst gar nicht an. Die Regierung und Russland hätten die Waffenruhe gebrochen und kämen ihren Verpflichtungen zur Verteilung humanitärer Hilfe nicht nach, erklärten sie zur Begründung. Dschaafari musste sich daher mit den verbündeten Russen begnügen. Diese hatten den Regierungstruppen auch dabei geholfen, die Terrormiliz Islamischer Staat vor zwei Wochen aus Palmyra zu vertreiben, das für seine antiken Bauwerke weltberühmt ist. Die kasachische Regierung hoffte vergeblich auf das Eintreffen von Vertretern der gemäßigten Rebellen. Doch der Rebellenvertreter Jahja al-Aridi sagte dazu nur: "Lass sie reden, was sie wollen."

(ap)
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