Katastrophenschutz Sirenen sind kein Zukunftsmodell

Meinung | Düsseldorf · Katastrophen zeigen, wie verwundbar der hochtechnisierte Alltag ist. Plötzlich müssen Menschen tagelang ohne Strom auskommen und bekommen zu spüren, was alles nicht mehr funktioniert. Warum Katastrophenschutz trotzdem dringend digitale Lösungen braucht.

 Martinshorn auf einem Einsatzfahrzeug für den Katastrophenschutz.

Martinshorn auf einem Einsatzfahrzeug für den Katastrophenschutz.

Foto: dpa/Robert Michael

Nun ist viel die Rede davon, dass Sirenen mit Notstromaggregat, Lautsprecher und Kirchenglocken noch die sicherste Möglichkeit sind, Menschen vor Katastrophen zu warnen. Und dass man mehr davon bräuchte. Für die akute Notlage mag das auch stimmen. Natürlich sollte es für den Fall großräumiger Stromausfälle noch eine Infrastruktur geben, um vor drohender Lebensgefahr  warnen zu können. In der Not funktioniert das digitale Leben nicht mehr, und je simpler Geräte arbeiten, desto brauchbarer sind sie in Ausnahmesituationen. Aber das gilt eben nur, wenn schon alles zu spät ist.