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Berichte über Schießereien: Israelisches Militär rückt in Gaza ein

Berichte über Schießereien : Israelisches Militär rückt in Gaza ein

Gaza (rpo). Der Vorstoß des israelischen Militärs geht weiter. In der Nacht zum Donnerstag rückten 30 Panzer und drei Kampfhubschrauber in die palästinensische Stadt Gaza ein. Soldaten hätten mit Maschinengewehren geschossen, hieß es. Von den Streitkräften gab keine es keine Stellungnahme.

Das Militär stieß etwa zwei Kilometer weit ins Stadtinnere vor. Truppen besetzten die Stadtteile Talalhawa sowie Sabra: Dort lebt unter anderem der geistliche Führer der islamischen Organisation Hamas, Scheich Ahmed Jassin. Zwei Menschen wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Was das Militär vorhatte, war zunächst unklar. Augenzeugen berichteten, mindestens zwei Planierraupen hätten den Konvoi begleitet: Zu Israels Taktik im Konflikt mit den Palästinensern gehört es, die Häuser mutmaßlicher Fundamentalisten zu zerstören.

In der Nacht zuvor waren hunderte israelische Soldaten in die Stadt Nablus im Westjordanland eingerückt. Auf der Suche nach mutmaßlichen Extremisten stürmten die Truppen Dutzende Häuser. Die Soldaten stießen mit rund 100 Kampf- und Schützenpanzern bis in die Altstadt von Nablus vor. Auch in den nahe gelegenen Flüchtlingslagern am Stadtrand sowie in dem Dorf Bir Seit bei Ramallah gab es Razzien. Nach Armeeangaben wurden etwa 30 mutmaßliche Extremisten festgenommen. Es handelte sich um die größte Offensive seit April.

(RPO Archiv)