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Erreichbarkeit nach Feierabend: IG Metall fordert Tempo beim Anti-Stress-Gesetz

Erreichbarkeit nach Feierabend : IG Metall fordert Tempo beim Anti-Stress-Gesetz

In der Debatte um eine Anti-Stress-Verordnung hat die IG Metall den Druck auf die Bundesregierung erhöht. Unternehmer hingegen lehnen ein Gesetz weiterhin ab.

Susanne Jasper, Arbeitsschutz-Expertin der Gewerkschaft, sagte: "Es ist unglaubwürdig, dass das Bundesarbeitsministerium den Forschungsstand als nicht ausreichend erachtet, um eine Anti-Stress-Verordnung zu erlassen. Nach unserer Kenntnis ist die Wissenschaft längst so weit."

Und weil das Arbeitsschutzgesetz nach einer Reform 2013 die Beurteilung der Gefahr psychischer Belastungen explizit vorschreibe, müsse ausgeführt werden können, wie sie konkret umzusetzen sei, so Jasper: "Sonst wäre ja auch die gesetzliche Änderung völlig unseriös." Eine Anti-Stress-Verordnung müsse zeitnah verabschiedet werden.

Die Unternehmerschaft Niederrhein lehnte die Forderung dagegen ab, da das seit 1996 geltende Arbeitsschutzgesetz einen umfassenden Schutz vorschreibe.

(jd)