Damaskus: Hisbollah und syrische Armee nehmen Al Kusair ein

Damaskus : Hisbollah und syrische Armee nehmen Al Kusair ein

Nach wochenlanger Belagerung und heftigen Kämpfen hat die syrische Armee gemeinsam mit der Hisbollah-Miliz die Kleinstadt Al Kusair nahe der Grenze zum Libanon eingenommen. "Es herrschen wieder Sicherheit und Stabilität in der Stadt", meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Die Ortschaft ist strategisch bedeutsam. In der Region kreuzen sich wichtige Nachschubwege des Regimes von Baschar al Assad und der Rebellen.

Fast alle Zivilisten waren in den vergangenen Wochen aus der Stadt geflohen. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter wies jedoch auf das Schicksal von Hunderten Verletzten hin, die sich noch in Al Kusair aufhielten. Die syrische Regierung hatte Bitten des Roten Kreuzes abgelehnt, das in den vergangenen Wochen Zugang zu der belagerten Stadt gefordert hatte.

Aus Damaskus hatte es dazu geheißen, das Rote Kreuz könne Al Kusair erst betreten, wenn die Kämpfe dort beendet seien. Flüchtlinge aus der Stadt hatten berichtet, es habe dort schon vor Wochen praktisch keine medizinische Versorgung mehr gegeben.

Die Rebellen zogen sich nach Angaben von Regimegegnern in der Nacht aus Al Kusair zurück. Sie hätten dem Ansturm der Angreifer nicht mehr standhalten können, da ihnen allmählich die Munition ausgegangen sei.

(dpa)