Berlin: Hannelore Kraft lehnt Kanzlerkandidatur erneut ab

Berlin : Hannelore Kraft lehnt Kanzlerkandidatur erneut ab

Bei der SPD kehrt die ersehnte Ruhe in der Frage, wer Kanzlerkandidat werden soll, nicht ein. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft lehnte eine Kandidatur erneut ab. Dabei liegt sie in Beliebtheitswerten souverän vor den möglichen drei Kanzlerkandidaten – Parteichef Sigmar Gabriel, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück, dem früheren Finanzminister. "Mein Wort gilt", sagte Kraft der "Bild"-Zeitung unter Verweis auf ihre Äußerungen vor der Landtagswahl in NRW.

Bei der SPD kehrt die ersehnte Ruhe in der Frage, wer Kanzlerkandidat werden soll, nicht ein. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft lehnte eine Kandidatur erneut ab. Dabei liegt sie in Beliebtheitswerten souverän vor den möglichen drei Kanzlerkandidaten — Parteichef Sigmar Gabriel, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück, dem früheren Finanzminister. "Mein Wort gilt", sagte Kraft der "Bild"-Zeitung unter Verweis auf ihre Äußerungen vor der Landtagswahl in NRW.

Während die Parteiführung bemüht ist, jede aufflammende Debatte sofort zu löschen, kommen aus den Ländern immer mehr Meinungsäußerungen. Nachdem Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig am vergangenen Wochenende die gesamte Parteiführung, insbesondere aber Gabriel und Steinbrück, mit seiner Festlegung auf Steinmeier verärgert hatte, erhielt der Parteichef an diesem Wochenende Unterstützung. Keiner beherrsche den "zugespitzten und pointierten Wahlkampf" so gut wie Gabriel, sagte der Bremer SPD-Chef Andreas Bovenschulte dem "Focus".

Allerdings gilt Gabriel als wenig aussichtsreicher Kandidat. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid zufolge halten nur 17 Prozent der Deutschen Gabriel für den geeigneten Herausforderer der Kanzlerin. Für Steinbrück sprachen sich 27 und für Steinmeier 31 Prozent aus.

(qua)
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