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Germanwings: Piloten sollen bei Trauerfeier auf Uniform verzichten

Germanwings-Absturz : Piloten sollen bei Trauerfeier in Köln auf Uniform verzichten

Bei der zentralen Trauerfeier zum Gedenken an die Opfer des Germanwings-Absturzes, die am 17. April im Kölner Dom stattfindet, sollen Piloten und Flugbegleiter der Lufthansa nicht in Uniform erscheinen. Psychologen, die die Staatskanzlei NRW bei der Planung der Veranstaltung beraten, hatten empfohlen, dass Mitarbeiter von Fluglinien auf Uniformen verzichten sollten.

Uniformierte Piloten und Flugbegleiter könnten bei Angehörigen ein vorhandenes Trauma verstärken. Uniformen von Helfern und Sicherheitskräften wie der Polizei oder der Feuerwehr wirkten im Gegensatz dazu eher beruhigend auf Angehörige, so sehen es Psychologen, die die Staatskanzlei NRW beraten. Wie ein Sprecher der Staatskanzlei gegenüber unserer Redaktion erklärte habe es kein formelles Verbot, sondern nur ein Gespräch auf Arbeitsebene gegebenen. Die Lufthansa begrüße diese Empfehlung dennoch und hat sie an ihre Mitarbeiter weitergegeben, sagte eine Sprecherin.

Im Kölner Dom seien 25 Plätze für Mitarbeiter der Lufthansa und ihr Tochterunternehmen Germanwings reserviert worden, hieß es derweil in einem Beitrag eines Vorstandsmitgliedes der Flugbegleitergewerkschaft UFO im sozialen Netzwerk Facebook. Das dementierte die Staatskanzlei: Die Planungen für die Trauerfeier seien noch nicht so weit fortgeschritten, dass man genaue Zahlen bestätigen könne.

Am 24. März war die Germanwings-Maschine in den französischen Alpen abgestürzt. 150 Menschen verloren ihr Leben, 64 davon aus NRW. An der Trauerfeier werden zahlreiche Vertreter von Politik und Gesellschaft teilnehmen, darunter Bundespräsident Joachim Gauck.

(ac)