Düsseldorf: Gentest soll Erbschäden bei Embryos aufdecken

Düsseldorf : Gentest soll Erbschäden bei Embryos aufdecken

Wissenschaftler der Universität Washington in Seattle haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem ungeborene Kinder auf mögliche Krankheiten untersucht werden können. Mit der Blutprobe einer Frau in der 18. Schwangerschaftswoche und einer Speichelprobe des Kindsvaters gelang ihnen die komplette Entschlüsselung des Erbguts des heranwachsenden Embryos. Die Forscher Jay Shendure und Jacob Kitzman werten dies als ersten Schritt zu einem Test, ob das gezeugte Kind die Veranlagung besitzt, bestimmte Krankheiten zu bekommen.

Die moderne Gen-Forschung macht es möglich, die Entstehung einiger Krankheiten durch einen Fehler im Erbgut des Patienten zu erklären. Diese Erkenntnisse nutzen die US-Forscher für die Untersuchung des Embryos. Für bis zu 3000 meist seltene Krankheiten sind solche Informationen bereits verfügbar. Die Forscher erwarten, dass ihre Arbeit die Perspektive auf vorgeburtliche Untersuchungen fundamental verändern wird.

(RP)
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