US-Außenministerin: "Das Richtige getan" Fujimori auf Suche nach Rückhalt mit Albright zusammengetroffen

Washington (dpa). US-Außenministerin Madeleine Albright hat dem peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori bescheinigt, das Richtige getan zu haben. Sie bezog sich damit bei einem Treffen mit Fujimori am Freitag in Washington auf die jüngste Ankündigung des umstrittenen Präsidenten, Neuwahlen abhalten zu lassen und dabei selbst nicht zu kandidieren.

Wie US-Außenamtssprecher Richard Boucher nach dem 45-minütigen Treffen weiter schilderte, brachte Albright die Unterstützung der USA für Demokratisierung und Reformen in Peru zum Ausdruck. Fujimori seinerseits habe den Willen bekundet, bei der Demokratisierung mit der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zusammen zu arbeiten. Fujimori hatte bereits am Donnerstag in Washington die Lage mit OAS- Generalsekretär Cesar Gaviria erörtert.

Der peruanische Präsident war wegen massiven Unregelmäßigkeiten bei der letzten Wahl international unter Beschuss geraten. Auch die USA hatten ihn scharf kritisiert. Vor kurzem kündigte Fujimori als Konsequenz aus einem Bestechungsskandal um seinen Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos überraschend Neuwahlen an und erklärte zugleich, er werde dabei nicht antreten. Seitdem versucht er angesichts anhaltender Putschgerüchte Rückhalt für seinen verkündeten "Kurs der Demokratisierung" zu finden.

Montesinos war am vergangenen Samstag nach Panama geflüchtet. Die OAS soll sich dafür eingesetzt haben, dass er dort politisches Asyl erhält.

(RPO Archiv)
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