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Für Pflege der Zukunft ist Fantasie gefragt

Für Pflege der Zukunft ist Fantasie gefragt

Angesichts der steigenden Kosten für die Pflege, der steigenden Zahlen an Pflegebedürftigen und des eklatanten Mangels an gut ausgebildetem und ordentlich bezahltem Personal beschleicht einen schnell der Eindruck: Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Noch werden etwa zwei Drittel der Pflegebedürftigen zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Der Trend aber geht Richtung Heim. Und dieser Trend ist teuer. Denn die Kosten für einen Heimplatz übersteigen die Kosten für die Pflege zu Hause bei weitem. Die wenigsten Menschen möchten aber ihre letzten Monate im Heim verbringen.

Für die Zukunft der Pflege ist Fantasie gefragt: Betreutes Wohnen und Alten-WGs sind eine Möglichkeit, den Sog ins Heim zu stoppen. Zudem sollte das Pflegeheim nicht selbstverständlich als Einbahnstraße betrachtet werden. Durch gute Reha-Maßnahmen könnte manch ein Heimbewohner die Kehrtwende schaffen und nach einigen Monaten im Pflegeheim wieder selbstständiger leben.

Trotz aller Fantasie: Die steigenden gesellschaftlichen und die individuellen Kosten für die Pflege können mit solchen Maßnahmen gemindert, aber nicht verhindert werden.

(qua)