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Ex-Kontrolleur Ritter erwartet Konfrontation: Experte: Irak-Krieg vermutlich im Dezember

Ex-Kontrolleur Ritter erwartet Konfrontation : Experte: Irak-Krieg vermutlich im Dezember

Pasadena (rpo). Trotz der UN-Resolution hält der Ex-Waffeninspekteur Scott Ritter einen Krieg im Irak für unausweichlich. Schon im Dezember könnte es soweit sein. Auch die UN werde die USA nicht stoppen können.

"Wir ziehen in den Krieg, und es gibt nichts, was die Inspektoren tun können, um ihn zu verhindern. Und das ist eine Schande. Die Inspektionen haben schon einmal gewirkt und sie könnten es wieder", sagte Ritter am Mittwoch auf einem Vortrag am California Institute of Technology. Der Wortlaut der Resolution erlaube den USA einen Angriff auf Irak Mitte Dezember.

Ritter leitete die Waffeninspektionen in Irak von 1991 bis 1998. Er trat 1998 auch deshalb zurück, weil die Ergebnisse der Inspektoren in Irak von den USA für ihre Bombenangriffe auf Irak 1998 benutzt wurden, die den Codenamen Desert Fox trugen. Ritter ist Anhänger der Republikanischen Partei und stimmte bei der Präsidentenwahl für George W. Bush. Er gehört aber zu den vehementesten Kritikern von dessen Irakpolitik.

"Die US-Politik zielt auf einen Regimewechsel", sagte Ritter. "Das letzte, was Bush will, sind funktionierende Inspektionen. Das würde die Aufhebung der Sanktionen bedeuten und die Rückkehr Iraks in die internationale Gemeinschaft mit Saddam Hussein weiter an der Macht." Der entscheidende Stichtag sei der 8. Dezember, bis zu dem Irak erklärt haben müsse, welche Waffen das Land besitze. Geschehe dies nicht oder falsch, dann sei das die Möglichkeit für die USA zum Angriff. Zu diesem Zeitpunkt seien vier Flugzeugträger in der Region.

Nach Ritters Angaben wurden mindestens 95 Prozent aller irakischen Massenvernichtungswaffen bis 1996 zerstört.

(RPO Archiv)