Ursula von der Leyen tritt an Die Kandidatin

Brüssel · Seit sie sich den Rückhalt der Konservativen und der europäischen Regierungen sichert, zweifelt niemand daran, dass Ursula von der Leyen eine zweite Amtszeit als EU-Kommissionspräsidentin ansteuert. Doch offiziell hielt sie sich bislang zurück. Am Montag wird sich das wohl ändern.

Ursula von der Leyen - EU-Kommissionschefin und siebenfache Mutter
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Das ist Ursula von der Leyen

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Foto: AP/Efrem Lukatsky

Es ist ein gehöriges Chaos, das Ursula von der Leyen mit ihrer zweiten Kandidatur anrichtet. 22 Jahre ist das nun her. Die gerade frisch gewählte Vizebürgermeisterin ihres 5000-Seelen-Heimatdorfes Ilten drängt mit Macht in den Landtag Niedersachsens, muss dafür den angestammten Wahlkreisbewerber beiseite schieben. Eine einzige Stimme mehr bekommt sie bei der Aufstellung, aber das CDU-Landesschiedsgericht entscheidet, dass sie ihr fälschlich zugerechnet wurde. Wochenlang muss sie zittern und kämpfen, dann klappt die Nominierung für den sicheren Wahlkreis. Es ist ihre letzte erfolgreiche Kandidatur. Als sie 2009, 2013 und 2017 für den Bundestag antritt, unterliegt sie ihrem örtlichen SPD-Konkurrenten, schafft sie es nur über die Landesliste. Am 9. Juni 2024 dürfte das anders laufen, wenn sie als europaweite Spitzenkandidatin der EVP-Familie den Sieg bei den Europawahlen will. Und auch wieder nicht.