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Sofagate: Türkei weist Vorwürfe der Diskriminierung gegen von der Leyen zurück

„Sofagate“-Affäre : Türkei weist Vorwürfe der Diskriminierung gegen von der Leyen zurück

Die türkische Regierung hat erneut Vorwürfe der Missachtung für EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aufgrund deren Geschlechts zurückgewiesen. Von der Leyen hatte am Montag noch einmal über das „#Sofagate“ gesprochen.

Die Türkei freue sich, dass die Kommission eine Frau an der Spitze habe, teilte das türkische Außenministerium am Mittwoch mit. Es machte für einen Protokollfauxpas bei einem Besuch von der Leyens und von EU-Ratspräsident Charles Michel in der Türkei im April Differenzen innerhalb der EU verantwortlich.

Bei dem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hatten Michel und Erdogan die beiden einzigen Stühle vor den Flaggen der EU und der Türkei eingenommen. Von der Leyen musste auf einem großen Sofa weg von den Männern sitzen. In einer Rede an das EU-Parlament sagte von der Leyen am Montag, sie glaube, dass sie wegen ihres Geschlechts respektlos behandelt worden sei.

Die Türkei erklärte, es seien die Protokollanforderungen der EU angewandt worden. Der Protokollchef des EU-Rats sagte, sein Team habe bei den Vorbereitungen zu dem Raum, in dem von der Leyen, Erdogan und Michel Platz nahmen, keinen Zugang gehabt.

(mja/dpa)