EU-Parlamentspräsident: Schulz unterstützt Aufschub für Griechenland

EU-Parlamentspräsident : Schulz unterstützt Aufschub für Griechenland

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hat für einen zweijährigen Aufschub zur finanziellen Sanierung der griechischen Staatsfinanzen plädiert.

"In einer Zeit, in der ich heute nicht weiß, was nächste Woche passiert, wäre es unsinnig zu sagen, wegen zwei Jahren lassen wir jetzt alles platzen", sagte Schulz der Tageszeitung "Die Welt" (Donnerstagsausgabe). In der Größenordnung, in der zusätzlicher Finanzbedarf Athens absehbar sei, halte er dies für "beherrschbar", fügte Schulz hinzu.

Der EU-Parlamentspräsident erwartet vom EU-Gipfel ein positives Signal an Griechenland. "Ich glaube, dass es ein Akt der Vernunft ist, bei diesem Gipfel zu sagen, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt", sagte Schulz. Das sei "das beste Instrument, um das Vertrauen von Anlegern in der Euro-Zone zurückzugewinnen".

Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder kommen am Donnerstag in Brüssel zu einem zweitägigen Gipfeltreffen zusammen. Griechenland hofft auf eine baldige Auszahlung der nächsten Hilfstranche von mehr als 30 Milliarden Euro. Die Regierung in Athen wirbt seit Wochen darum, für die Sanierung der Staatsfinanzen zwei Jahre mehr als bislang vereinbart eingeräumt zu bekommen. Diese Forderung trifft im Ausland zusehends auf Verständnis, wurde bislang aber von der Bundesregierung zurückgewiesen.

(AFP)