1. Politik
  2. EU-Politik

Ruhige Nacht an griechischer Grenze zur Türkei

Armee-Einheiten verstärkt : Ruhige Nacht an griechischer Grenze zur Türkei - Tausende warten auf Öffnung

Nach der Grenzöffnung von türkischer Seite hat nun auch die griechische Regierung reagiert. In der Nacht zu Sonntag wurden die Einheiten an der Grenze verstärkt. Noch immer stehen mehrere Tausend Flüchtlinge an der Außengrenze der EU.

Die Türkei hat nach eigenen Angaben mehr als 75 000 Migranten die Grenze Richtung EU passieren lassen. Bis zum Sonntagmorgen gegen 10.00 Uhr Ortszeit (08.00 Uhr MEZ) hätten 76 358 Migranten über die Provinz Edirne die Grenze passiert, teilte der türkische Innenminister Süleyman Soylu am Sonntag via Twitter mit. In der Provinz Edirne gibt es Grenzübergänge nach Griechenland und nach Bulgarien. Allerdings berichteten zunächst weder Sofia noch Athen über das Eintreffen größerer Zahlen von Migranten.

Nach Angaben des Migrationsministeriums in Athen von Sonntag hinderte die griechische Polizei bislang 9600 Migranten daran, die Grenze zu überqueren. Zudem verstärkte das Land seine Einheiten an der Grenze.

Auf der türkischen Seite harren nach Angaben der UN-Organisation für Migration (IOM) mehr als 13 000 Menschen aus. Sie hoffen, in die EU zu gelangen, nachdem die Türkei deutlich gemacht hat, dass sie Migranten nicht mehr aufhält. Die Türkei hat nach aktuellen UN-Angaben rund 3,6 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen, hinzu kommen Migranten aus Afghanistan und dem Irak.

In einem Flüchtlingspakt mit der EU von 2016 hat die Türkei eigentlich zugesagt, gegen illegale Migration vorzugehen. Das Abkommen sieht zudem vor, dass die EU alle Flüchtlinge und Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Im Gegenzug nimmt die EU regulär Syrer aus der Türkei auf. Ankara erhält zudem finanzielle Unterstützung für die Versorgung d

(ja/dpa)