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Nordmazedonien: Borrell plädiert für EU-Aufnahme des Westbalkans

Nordmazedonien : Borrell plädiert für Aufnahme des Westbalkans in die EU

Der Außenbeauftrage der Europäischen Union, Joseph Borrell, reist gerade durch Nordmazedonien, Albanien und Bosnien-Herzegowina. Dabei warb er für eine Aufnahme der Westbalkan-Länder - und sprach auch Hürden an.

 Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat sich für die Aufnahme von Westbalkan-Ländern in die Europäische Union ausgesprochen. Es sei der passende Zeitpunkt, den Erweiterungsprozess wieder aufzunehmen, sagte Borrell am Montag nach Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten Dimitar Kovachevski in Nordmazedonien. Die Integration des Westbalkans in die EU habe „strategische Priorität“.

Borrell rief Nordmazedonien auf, Differenzen mit dem Nachbarland Bulgarien beizulegen, damit es der EU beitreten könne. Bulgarien ist bereits EU-Mitglied. Bulgarien legte 2020 Einspruch dagegen ein, dass die EU-Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien anfangen. Es warf Nordmazedonien vor, sich nicht an ein Freundschaftsabkommen von 2017 gehalten zu haben. Bulgarien warf Nordmazedonien einen Verstoß gegen Vereinbarungen bezüglich der gemeinsamen Geschichte und der Sprache vor.

Borrell sollte auf dem Westbalkan auch Albanien und Bosnien-Herzegowina besuchen. Diese beiden Länder, das Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien sind bei ihrem Versuch, in die EU aufgenommen zu werden, unterschiedlich weit.

(peng/dpa)