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Euro-Zone kämpft gegen Schuldenkrise: Moody's stuft Zypern deutlich herab

Euro-Zone kämpft gegen Schuldenkrise : Moody's stuft Zypern deutlich herab

Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit von Zypern wegen der Probleme des Bankensektors um gleich drei Noten herabgestuft. Die Bonitätsnote werde von "B3" auf "Caa3" gesenkt, teilte Moody's am Donnerstagabend in London mit.

Der Ausblick für das Rating bleibe "negativ". Es droht daher eine weitere Herabstufung. Moody's bewertet Zypern noch schlechter als Standard & Poor's und Fitch. Damit wird Zypern von den Ratingagentur ähnlich negativ gesehen wie Griechenland.

Die Botschaft kommt kurz vor einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die an diesem Freitag für einen Kurzbesuch nach Zypern reis. Anlass ist ein Treffen der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP). Dabei geht es auch um die Finanzlage Zyperns.

Vor allem der gestiegene Kapitalbedarf der angeschlagenen zypriotischen Banken sei für die Herabstufung verantwortlich, begründete Moody's seine Entscheidung. Dafür sei auch der Schuldenschnitt für griechische Anleihen verantwortlich.

Zudem würden immer mehr Kredite notleidend, die an griechische und zypriotische private Gläubiger gegeben wurden. Die Banken des Landes sind eng mit der griechischen Wirtschaft verflochten und leiden auch unter der dortigen Krise.

Die Verschuldung des Inselstaates dürfte laut Moody's angesichts des Rekapitalisierungsbedarfs der Banken auf ein Niveau steigen, dass nicht mehr nachhaltig sei. So dürfte der Schuldenstand noch in diesem Jahr auf 150 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) steigen.

Dies wäre der höchste Schuldenstand in der Eurozone. In Zypern könnte es zu einer Staatspleite oder einem erzwungenen teilweisen Schuldenerlass wie in Griechenland kommen. Dies erwartet Moody's jedoch nicht für das Jahr 2013.

Hier geht es zur Infostrecke: Chronologie der Kritik an Ratingagenturen

(dpa/csi)