Kryptowährung als Stromfresser Bitcoin-Blase kollidiert mit Klimaschutz

Brüssel · Wenn die Fans der Kryptowährungen Nachschub schürfen, werden gigantische Rechnerleistungen abgerufen, drehen sich die Stromzähler immer schneller. Deshalb ist Krypto als Klimakiller in Verruf geraten. Die EU versucht sich jetzt an einer nachhaltigen und doch innovationsfreudigen Reglementierung.

 Krypto-Handel per Klick im Januar 2022.

Krypto-Handel per Klick im Januar 2022.

Foto: Shutterstock

Die ohnehin starken Schwankungen ausgesetzten Kryptowährungen standen am Montag noch mehr unter Druck. Die Bitcoin-Blase schaute mit größten Befürchtungen auf die Abstimmung im Europa-Parlament. Würden SPD, Grüne und Linke den besonders energie-intensiven Angeboten die Rote Karte zeigen und dafür eine Mehrheit finden? Kurz vor Toresschluss hatten sie einen neuen Änderungsantrag eingebracht, wonach Kryptowährungen, die als nicht nachhaltig eingestuft werden, faktisch verboten werden. Doch dafür gab es am Montag Nachmittag im Wirtschafts- und Währungsausschuss dann doch keine Mehrheit. Freilich sind damit die Verhandlungen noch nicht zu Ende. „Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen“, kündigte Grünen-Politiker Rasmus Andresen an, Krypto brauche „klare ökologische Standards“.