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Krim-Krise: Julia Timoschenko fordert mehr Hilfe vom Westen

Ticker-Protokoll : Julia Timoschenko fordert mehr Hilfe vom Westen

Die EU einigt sich auf politische Maßnahmen gegen Russland, um Moskau in der Ukraine-Krise zum Einlenken zu bewegen. Das Parlament auf der Halbinsel Krim stimmt indes für den Anschluss an Russland. Die USA verlegen sechs weitere Kampfjets nach Litauen. Was am Donnerstag in der Krim-Krise sonst noch geschah, können Sie in unserem Ticker-Protokoll nachlesen. In unserem Live-Ticker vom Freitag halten wir Sie weiter auf dem Laufenden.

Die EU einigt sich auf politische Maßnahmen gegen Russland, um Moskau in der Ukraine-Krise zum Einlenken zu bewegen. Das Parlament auf der Halbinsel Krim stimmt indes für den Anschluss an Russland. Die USA verlegen sechs weitere Kampfjets nach Litauen. Was am Donnerstag in der Krim-Krise sonst noch geschah, können Sie in unserem Ticker-Protokoll nachlesen. In unserem Live-Ticker vom Freitag halten wir Sie weiter auf dem Laufenden.

+++ Kiew will Assoziierungsabkommen mit EU
+++ USA verlegen Kampfjets nach Litauen

+++ USA und EU verhängen Sanktionen gegen Russland
+++ EU sperrt Konten von Janukowitsch

+++ 23.10 Uhr: Die USA haben den sofortigen freien Zugang für internationale Beobachter auf die Schwarzmeer-Halbinsel Krim gefordert. "Das ist eine entscheidende Aufgabe und eine, die auch Russland begrüßen sollte", sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, nach einer Sondersitzung des Sicherheitsrats.

+++ 22.23 Uhr: Die konservative Parteienfamilie EVP, zu der CDU und CSU gehören, diskutiert in Dublin auch über einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine. In dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf einer Erklärung, die am Freitag beschlossen werden soll, wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass nach Artikel 49 des EU-Vertrages alle europäischen Staaten den Antrag stellen könnten, der Gemeinschaft beizutreten. Dies ginge über die bisherige Linie der EU-Außenminister hinaus, ist aber auch auf dem EVP-Treffen umstritten.

+++ 22.17 Uhr: Timoschenko betont bei dem EVP-Kongress in Dublin, die Menschen in der Ukraine würden eine Einmischung Russlands nicht hinnehmen. "Ich will, dass jeder weiß, dass die Ukrainer bereit zum Widerstand sind." Und das betreffe nicht nur die Armee, warnte Timoschenko. "Die Menschen in der Ukraine wollen ihr Land und ihre Unabhängigkeit verteidigen."

+++ 22.08 Uhr: Kanada will das Referendum auf der Krim über einen Anschluss an Russland nicht anerkennen. Die für den 16. März geplante Abstimmung sei nicht legitim, außerdem herrsche auf der Krim derzeit eine illegale militärische Besatzung, sagte Premierminister Stephen Harper am Donnerstag.

+++ 22.05 Uhr: Das US-Repräsentantenhaus hat Finanzhilfen für die vom Staatsbankrott bedrohte Ukraine gebilligt. Mit 385 zu 23 Stimmen sprach sich die Kongresskammer am Donnerstag für die Vergabe von Kreditgarantien an die Regierung in Kiew aus. Das Gesetz geht nun an den Senat, der ebenfalls zustimmen muss.

+++ 21.30 Uhr: Die frühere ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko hat Russland eine breit angelegte imperialistische Politik vorgeworfen. "Es geht hier nicht nur um die Krim oder die Ukraine", sagte Timoschenko am Donnerstagabend am Rande eines Kongresses der Europäischen Volkspartei (EVP) im irischen Dublin. "Es geht hier um einen sehr viel breiteren und tieferen Ansatz." Timoschenko forderte mehr Einsatz der europäischen Staaten, vor allem aber von Großbritannien und den USA, für die Ukraine.

  • Putin-naher Sender Russia Today : TV-Moderatorin kündigt vor laufenden Kameras
  • Historischer Hintergrund : Halbinsel Krim - seit Jahrhunderten umkämpft
  • Fotos : Femen–Aktivistinnen protestieren gegen Putin

+++ 20.08 Uhr: Vitali Klitschko hat auf der Konferenz der Europäischen Volkspartei (EVP) in Dublin um weitere Unterstützung für die Ukraine geworben. "Wir sind Europäer", sagte Klitschko über sein Heimatland. Dies gelte nicht nur geografisch, sondern auch hinsichtlich der Mentalität des ukrainischen Volkes. Der ehemalige Boxweltmeister war während der Proteste in Kiew zur Galionsfigur der Oppositionsbewegung geworden.

+++ 19.45 Uhr: Zwei Mitglieder der russischen Punkrockbank Pussy Riot sind bei einem Besuch in der Stadt Nischni Nowgorod von einer Gruppe Männer angegriffen worden. Fünf Männer übergossen Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina am Donnerstag in einem McDonald's-Restaurant mit einem grünen Antiseptikum.

+++ 19.20 Uhr: Das US-Außenministerium kritisiert das Referendum über eine Abspaltung der Krim von der Ukraine als unrechtmäßig. Der Schritt sei nicht im Einklang mit der ukrainischen Verfassung. Ähnlich äußerte sich Kanzlerin Angela Merkel nach dem EU-Gipfel in Brüssel.

+++ 18.17 Uhr: Die EU hat sich nach den Worten von Kanzlerin Merkel auf politische Maßnahmen gegen Russland geeinigt, um Moskau in der Ukraine-Krise zum Einlenken zu bewegen. In einer ersten Stufe seien Gespräche über Visa-Erleichterungen suspendiert worden. Wenn sich Russland nicht in den kommenden Tagen auf eine Kontaktgruppe einlasse, könnten überdies Verantwortliche in Moskau mit Einreiseverboten und Kontensperrungen belegt werden, sagte Merkel am Donnerstagabend in Brüssel. Mehr lesen Sie hier.

+++ 17.12 Uhr: Angesichts der Ukraine-Krise haben die USA sechs weitere Kampfjets sowie zwei Tankflugzeuge zur Luftüberwachung des Baltikums entsandt. Die Maschinen vom Typ F-15C Eagle seien am Donnerstag in Litauen eingetroffen, erklärte das Verteidigungsministerium in Vilnius. Zusammen mit vier weiteren Kampfflugzeugen sollen sie die Nato-Überwachung des Luftraums über Litauen, Lettland und Estland intensivieren.

+++ 16.21 Uhr: Knapp ein Drittel der Deutschen rechnet einer Umfrage zufolge damit, dass es in der Krim-Krise zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Russland kommen wird. Dies ergab der am Donnerstag veröffentlichte ARD-Deutschlandtrend. Zugleich sinkt das Vertrauen zu Russland: Nur noch 15 Prozent der Befragten halten die Großmacht für einen vertrauenswürdigen Partner, drei Prozentpunkte weniger als noch vor einem Monat. Es ist der tiefste Wert, der je in einem ARD-Deutschlandtrend gemessen wurde.

+++ 15.35 Uhr: Die neue ukrainische Regierung will so bald wie möglich das geplante Assoziierungsabkommen mit der EU unterzeichnen. Das sagte Übergangsregierungschef Arseni Jazenjuk bei einem EU-Sondergipfel in Brüssel

+++ 14.57 Uhr: Russland und die USA haben nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow noch keine Einigung über eine Lösung für die Ukraine-Krise erzielt. Das sagte Lawrow laut Interfax nach seinem zweiten bilateralen Treffen mit US-Außenminister John Kerry in Rom.

+++ 14.08 Uhr: Der US-Lenkwaffen-Zerstörer "Truxtun" ist nach Angaben des US-Verteidigungsministerium ins Schwarze Meer unterwegs, wo er an seit längerem geplanten Manövern mit Bulgarien und Rumänien teilnehmen soll. Das Schiff gehört zu einem Flguzeugträger-Verband.

+++ 13.50 Uhr: Im Zuge der Krim-Krise haben die USA Sanktionen gegen Russland verhängt. Es seien Einreiseverbote und weitere Strafmaßnahmen gegen diejenigen verhängt worden, die für die Gefährdung der ukrainischen Sicherheit verantwortlich seien, teilte das Weiße Haus mit.

+++ 13.44 Uhr: Den von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf die Krim entsandten Beobachtern ist von Bewaffneten der Zugang zu der ukrainischen Halbinsel verwehrt worden. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus westlichen Diplomatenkreisen. Insgesamt beteiligen sich 35 Militärbeobachter aus 18 Ländern an der Mission, darunter auch zwei Offiziere der Bundeswehr.

+++ 13.38 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist in Moskau mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammengetroffen. Einzelheiten des Gesprächs könnten wegen des vertraulichen Charakters der Unterredung nicht genannt werden, teilte das Wirtschaftsministerium in Berlin mit.

+++ 13.30 Uhr: Die US-Regierung hat Äußerungen von Russlands Präsident Wladimir Putin zur Eskalation der Lage in der Ukraine als reine "Erfindung" bezeichnet. So eine "spektakuläre russische Dichtung" habe die Welt seit Dostojewski nicht mehr gesehen.

+++ 13.01 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich umgehend mit der Bitte des Krim-Parlaments befasst, eine Aufnahme der ukrainischen Halbinsel in die Russische Föderation zu prüfen. Putin habe die Frage bei einem Treffen mit seinem Sicherheitsrat beraten, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow laut der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Die Krim hat schon seit 1992 den Status einer autonomen Republik innerhalb der Ukraine. Bis 1954 hatte die Krim innerhalb der Sowjetunion zu Russland gehört.

+++ 12.52 Uhr: Die Ukraine-Krise droht sich auf die zuletzt deutlich gestiegenen weltweiten Lebensmittelpreise auszuwirken. Sollte sich die Lage nicht entspannen, könne es in absehbarer Zukunft zu weiteren Schwankungen kommen, warnte der Chefvolkswirt der Welternährungsorganisation FAO, Abdolreza Abbassian.

+++ 12.45 Uhr: Was ist eigentlich in der Ukraine los? Einen Überblick für Kinder gibt es auf der Seite tivi.de. Dort finden sie auch eine Karte des Landes. Einen Steckbrief der Ukraine mit Infos zur Größe, Geschichte und Wirtschaft bietet die Seite hanisauland.de. Die Seite frieden-fragen.de erklärt mit Lexikoneinträgen die wichtigen Stichwörter zu den Themen Krieg, Frieden und Politik:Von A wie Abrüstung bis Z wie Zwangsarbeit. Alle Seiten wurden von Klick-Tipps.net ausgewählt. Dieser Dienst wird unter anderem von Jugendschutz.net getragen.

+++ 12.17 Uhr: Ein ukrainischer Minister bezeichnet das geplante Referendum über einen Anschluss der Halbinsel Krim an Russland als illegal.

+++ 11.59 Uhr: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und seine Amtskollegen aus den USA, Frankreich, Großbritannien und Italien beraten in Rom über die Krise in der Ukraine. Ziel der Gespräche zur Ukraine sei es, die Positionen der Länder zum EU-Sondergipfel in Brüssel abzustimmen, heißt es.

+++ 11.50 Uhr: Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel mit Beratungen über die Situation in der Ukraine begonnen. Bei dem Krisengipfel wollen sie grünes Licht für Finanzhilfen der EU an Kiew in Höhe von rund elf Milliarden Euro geben.

+++ 11.36 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Russland in der Ukraine-Krise mit Sanktionen gedroht. "Wir können nicht zur Tagesordnung übergehen, insbesondere nicht, wenn noch keine diplomatischen Gespräche stattfinden. Das heißt, wir müssen uns auch mit Sanktionen beschäftigen", sagte Merkel am Donnerstag vor dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Die EU will dort neben möglichen Maßnahmen gegen Russland auch über Finanzhilfen für die Ukraine beraten.

+++ 11.11 Uhr: Das Parlament der urkainischen Halbinsel Krim hat nach russischen Angaben einstimmig für einen Anschluss an Russland gestimmt. Das meldete am Donnerstag die Nachrichtenagentur Ria.

+++ 10.47 Uhr: Die Volksabstimmung über den Status der Krim soll nach Angaben des stellvertretenden Ministerpräsidenten der Halbinsel am 16. März stattfinden. Dies meldet die Nachrichtenagentur RIA.

+++ 10.39 Uhr: Die Bürger der Krim sollen Mitte März in einem Referendum darüber abstimmen, ob die Region Teil der Ukraine bleiben oder an Russland angegliedert werden soll. Dies erklärt der stellvertretende Ministerpräsident der Krim, Rustam Temirgaliew, laut einer Meldung der Nachrichtenagentur RIA.

+++10.38 Uhr: Das von Unbekannten veröffentlichtes Telefonat der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton mit dem estnischen Außenminister Urmas Paet bringt die neue Führung der Ukraine in Bedrängnis.

+++ 10.15 Uhr: Noch vor dem EU-Sondergipfel an diesem Donnerstag wird es nach Angaben eines US-Regierungsvertreters ein Treffen von US-Außenminister John Kerry mit seinen Kollegen aus Deutschland, Italien, Großbritannien und Frankreich zum Thema Ukraine geben.

+++ 10.05 Uhr: Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk appelliert in Brüssel an Russland, auf die internationalen Vermittlungsbemühungen zur Lösung der Krise in seinem Land einzugehen.

+++ 9.58 Uhr: Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Norbert Röttgen (CDU), hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) für sein Handeln in der Krim-Krise gelobt. "Der Außenminister macht einen großen Einsatz", sagte Röttgen im Deutschlandradio Kultur. "Die Große Koalition funktioniert außenpolitisch absolut, uneingeschränkt und sehr gut." Nun gelte es, innerhalb der EU eine klare einheitliche Position zu finden, "die die Gleiche sein muss wie die der USA".

+++ 9.47 Uhr: Russland lässt in der Ukraine-Krise die Tür für eine diplomatische Lösung zumindest etwas offen. Die Regierung in Moskau erwäge ein Treffen von russischen und ukrainischen Diplomaten, meldet die Nachrichtenagentur RIA. Dieses könne "vielleicht" noch vor einem für den 4. April angesetzten Treffen der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) stattfinden, zitierte die Agentur den stellvertretenden Außenminister Wasili Nebensja.

+++ 9.13 Uhr: Der Dax ist am Donnerstag mit leichten Kursgewinnen gestartet. Der Leitindex legte 0,3 Prozent auf 9573 Punkte zu. Börsianer gehen allerdings davon aus, dass Anleger sich wegen der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine kaum aus der Deckung trauen werden.

+++ 9.02 Uhr: Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew kündigt laut Interfax an, Ausländern, deren Muttersprache Russisch ist, es leichter zu machen, die russische Staatsbürgerschaft zu erlangen. Im Osten der Ukraine und auf der Halbinsel Krim spricht ein großer Teil der Bevölkerung Russisch.

+++ 8.49 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat vor seinen Gesprächen in Russland vor einer weiteren Eskalation in der Krim-Krise gewarnt. "Wir brauchen die Kontaktgruppe. Wir müssen den Konflikt beherrschbar halten und eine weitere Eskalation vermeiden", sagte Gabriel auf dem Flug nach Moskau.

+++ 8.42 Uhr: Aus Protest gegen das Vorgehen Russlands in der Ukraine-Krise schickt Deutschland keine Regierungsvertreter zu den Paralympischen Spielen in Sotschi. Dies sei ein klares "politisches Zeichen an Russland", sagte die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, im "Morgenmagazin" des ZDF. Die Paralympics beginnen am Freitag in der russischen Schwarzmeerstadt.

+++ 8.25 Uhr: Pro-russische Demonstranten haben sich nach Angaben der Polizei aus einem Verwaltungsgebäude in der ostukrainischen Stadt Donezk "freiwillig zurückgezogen". Über dem Gebäude wehe wieder die ukrainische Flagge

+++ 7.33 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow kritisiert das Vorgehen der "Partner" seines Landes auf Ebene der OSZE und der Nato. Eine Atmosphäre des Dialogs und der konstruktiven Zusammenarbeit werde so nicht geschaffen.

+++ 6.41 Uhr: Die Vertreter der 15 Mitgliedstaaten des UN-Sicherheitsrats treffen sich heute um 14.30 Uhr Ortszeit (20.30 Uhr MEZ) unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie aus Diplomatenkreisen verlautete. Das Gremium war seit Freitag bereits drei Mal zu Beratungen über die Krise in der Ukraine zusammengekommen.

+++6.36 Uhr: Die ukrainische Justiz ordnete die Festnahme des prorussischen Krim-Regierungschefs Sergej Axjonow und des Präsidenten des Regionalparlaments, Wolodimir Konstantinow, an. Ihnen werden Bestrebungen zur Abspaltung der Krim vorgeworfen.

+++ 6.30 Uhr: Über mögliche EU-Sanktionen gegen Russland werde beim EU-Gipfel heute in Brüssel diskutiert, kündigte Außenminister Steinmeier an. Ein Beschluss stehe zwar nicht unmittelbar bevor. Russland müsse aber "glaubwürdig unter Beweis" stellen, dass es an einer Normalisierung in der Ukraine interessiert sei. Andernfalls werde es "unausweichlich sein, dass in den nächsten Tagen auch über Sanktionen entschieden wird".

+++ 6.12 Uhr: Das US-Repräsentantenhaus berät heute über Hilfskredite für Kiew, wie der republikanische Mehrheitsführers Eric Cantor im Kurznachrichtendienst Twitter ankündigte. Washington hatte der Ukraine einen Kredit in Höhe von einer Milliarde Dollar (rund 725 Millionen Euro) in Aussicht gestellt. Nach dem Repräsentantenhaus muss noch der Senat grünes Licht geben. Unklar ist aber, ob der Senat hierüber noch vor einer mehrwöchigen Sitzungspause abstimmen kann.

The House will vote tomorrow to give the Administration authority to issue loan guarantees for #Ukraine.

+++ 05.02 Uhr: Estlands Außenminister Urmas Paet hat sich in einem abgehörten Gespräch mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton beunruhigt gezeigt über die prowestliche Führung in Kiew. Die neue ukrainische Regierung wolle die Todesschüsse während der Proteste in Kiew offenbar nicht aufklären, sagte Paet in dem am Mittwoch vom Moskauer Staatsfernsehen veröffentlichten Telefonat vom 26. Februar. Es geht um Berichte einer Ärztin, die Schusswunden von Demonstranten auf dem Maidan behandelt hat. Von wem die Kugeln stammen, ist aber weiter unklar. Nun tauchte der Mitschnitt auf Youtube auf.

+++ 04.10 Uhr: Die Website ITV.com zeigt Bilder und Videos, wie der UN-Beobachter Serra von einem pro-russischen Mob durch Simferopol gejagt und schließlich zur Abreise gezwungen wird.

+++ 03.21 Uhr: Nach Berichten des ukrainischen Fernsehsenders TCH sollen sich russische Soldaten wieder in der Militärkaserne in Perevalne aufhalten. Am Mittwoch hieß es noch, dass das russische Militär dort die Belagerung aufgehoben hatte.

+++ 03.03 Uhr: Die deutsche Wirtschaft pocht vor dem Moskau-Besuch von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) auf eine Verhandlungslösung in der Krim-Krise. Gabriels Reise finde zu einem "dramatischen Moment" statt, weil eine gefährliche Spirale gegenseitiger Sanktionen zwischen Russland und dem Westen drohe, sagte der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Rainer Lindner. An diesem Donnerstag wird Gabriel zu Gesprächen mit der russischen Regierung in Moskau erwartet.

+++ 02.32 Uhr: Clinton rechtfertigte sich weiter: Putins Argument, Russen in der Ukraine müssten beschützt werden, ähnele der Behauptung Hitlers, Deutsche in Tschechien und Rumänien würden schlecht behandelt und bräuchten Schutz. "Ich habe sicher keinen Vergleich getätigt. Aber ich empfehle, dass wir etwas aus dieser Taktik lernen können, die früher schon benutzt wurde", sagte sie. Putin sei ein harter, aber dünnhäutiger Kerl. Er versuche, die Peripherie Russlands zu resowjetisieren, aber verspiele damit das Potenzial seines Landes.

+++ 01.57 Uhr: Eine US-Moderatorin des kremlnahen TV-Senders Russia Today hat wegen Russlands Haltung im Ukraine-Konflikt vor laufenden Kameras ihren Job gekündigt. "Ich kann nicht für einen von der russischen Regierung finanzierten Sender arbeiten, der die Taten Putins beschönigt", sagte Liz Wahl. Sie sei "stolz, eine Amerikanerin zu sein und glaube daran, die Wahrheit zu verbreiten". Daher werde sie ihren Job nach der Sendung aufgeben.

+++ 01.44 Uhr: Die EU friert die Konten des früheren ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und von 17 weiteren Personen ein. Eine entsprechende Liste wurde online im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Betroffen sind unter anderem auch der ehemalige Innenminister Witali Sachartschenko, Ex-Generalstaatsanwalt Viktor Pschonka, die frühere Justizministerin Jelena Lukasch, Ex-Regierungschef Nikolai Asarow und zwei Söhne von Janukowitsch. Damit geht die EU gegen Personen vor, die sie für die Veruntreuung oder Unterschlagung staatlicher ukrainischer Gelder oder für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich macht.

+++ 01.24 Uhr: US-Außenminister Kerry ist nicht überrascht, dass es kein Treffen zwischen seinem russischen und ukrainischen Kollegen in Paris gab. Er habe "keine Erwartungen, null Erwartungen" gehabt, dass Lawrow sich in Paris persönlich mit seinem ukrainischen Amtskollegen Andrej Deschtschiza treffen werde, antwortete Kerry auf Fragen von Journalisten.

+++ 01.08 Uhr: Dem Twitter-Account der Euromaidan-Bewegung zufolge verstecken sich russische Soldaten in den Wäldern von Sudak auf der Halbinsel Krim. Das sollen Anwohner berichten.

Russian military were noticed near #Sudak, so they might be hiding in the forests, say the residents -@tsnua IPR News #Ukraine #Crimea

+++ 00.37 Uhr: Der Außenausschuss des US-Abgeordnetenhauses will am heutigen Donnerstag über mögliche Sanktionen gegen Russland beraten. Die Mitglieder wollen über ein Gesetzesvorhaben diskutieren, das Sanktionen in den Bereichen Visa, Finanzen und Handel vorsieht. Auch Strafmaßnahmen gegen Angehörige der Regierung in Moskau sowie russische Staatskonzerne sind dem Papier zufolge im Gespräch.

+++ 00.24 Uhr: Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat ihren Vergleich zwischen Adolf Hitler und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin relativiert. Sie habe Putin nicht direkt mit Hitler verglichen, stellte sie in einer Rede an der Universität von Kalifornien in Los Angeles klar. Vielmehr habe sie erklärt, dass die Haltung Russlands auf der Krim an Aussagen erinnere, die Deutschland während der 30er Jahre getätigt habe. Medienberichten zufolge hatte Clinton gesagt: "Wenn einem das bekannt vorkommt, es ist das, was Hitler damals in den 30er Jahren tat."

+++ 00.17 Uhr: Die EU-Staats- und Regierungschefs stecken heute auf einem Sondergipfel ihr weiteres Vorgehen in der Krim-Krise ab. Im Mittelpunkt der Beratungen in Brüssel stehen mögliche Sanktionen gegen Russland. Deutschland und Frankreich kündigten bereits Strafmaßnahmen an, wenn sich die Regierung in Moskau bis zu dem Treffen nicht um eine Deeskalation bemüht.

+++ 00.04 Uhr: Überschattet von der Krise in der Ukraine reist Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel heute nach Moskau. Der zweitägige Besuch wurde nach Angaben seines Ministeriums schon vor Wochen als Antrittsreise Gabriels geplant. Ob der Vizekanzler auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen wird, wie es ursprünglich vorgesehen war, ist unklar. Bis zuletzt wurde nicht ausgeschlossen, dass Gabriels Besuch wegen der Ukraine-Krise kurzfristig abgesagt werden könnte. Am späten Abend hieß es im Wirtschaftsministerium aber, es bleibe bei den Plänen.

>>> Alle Ereignisse vom Mittwoch lesen Sie hier in unserem Protokoll <<<

Hier geht es zur Bilderstrecke: Julia Timoschenko spricht in Dublin vor Delegierten

(met)