Klatsche für Pedro Passos Coelho: Opposition lehnt Haushaltspakt ab

Neue Klatsche für Pedro Passos Coelho : Portugals Opposition lehnt Haushaltspakt ab

Portugals Opposition lehnt es ab, bei der Bekämpfung des Haushaltsdefizits mit der Regierung an einem Strang zu ziehen. Der Chef der Sozialisten, Antonio Jose Seguro, erteilte dem Vorschlag von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho, einen Budget-Pakt zu schmieden, am Montag eine Absage.

Es gebe "unüberbrückbare Differenzen" zwischen beiden Seiten, sagte er nach einem Treffen mit dem liberal-konservativen Regierungschef. Es bestünden unterschiedliche Auffassungen, wie der Haushalt auszugleichen sei.
Der Pakt wäre ein wichtiges Signal an die Märkte gewesen.

Einige Volkswirte befürchten, dass es Portugal schwerfallen könnte, finanziell wieder auf eigenen Beinen zu stehen, wenn es im Mai das Rettungsprogramm seiner Euro-Partner und des IWF im Volumen von 78 Milliarden Euro verlässt. Für Unsicherheit sorgen auch die im kommenden Jahr anstehenden Wahlen. Die Sozialisten haben zwar erklärt, die europäischen Stabilitätsauflagen erfüllen zu wollen. Ihrer Meinung nach muss eine Haushaltssanierung aber auf Wachstum fußen und nicht auf Ausgabenkürzungen, für die die Regierung eintritt.

Allerdings nahm das Vertrauen der Anleger in das Land zuletzt zu, nachdem es ankündigte, am Dienstag Bonds zurückkaufen zu wollen, deren Laufzeit im Oktober 2015 endet. Die Kurse der zehnjährigen portugiesischen Titel stiegen daraufhin am Montag, im Gegenzug fiel die Rendite.

Bereits im vergangenen Monat hatte das einstige Euro-Sorgenkind Anleihen im Volumen von 1,32 Milliarden zurückgekauft. Diese Maßnahmen kämen bei den Anlegern gut an und zeigten, dass das Land Geld in der Staatskasse habe, sagte ING-Stratege Alessandro Giansanti.

(REU)
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