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Griechenland: Verhandlungen über neues Hilfspaket verzögern sich

Schuldenkrise in Griechenland : Verhandlungen über neues Hilfspaket verzögern sich

Die Verhandlungen über die neuen Milliardenhilfen für Griechenland werden erst in einigen Tagen in Athen beginnen. Die Vertreter der ehemals als Troika bekannten Institutionen werden "in den kommenden Tagen" erstmals wieder in die griechische Hauptstadt reisen.

Das sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Wann genau sie dort eintreffen sollen, sagte sie nicht. Ursprünglich war der Beginn der Verhandlungen schon an diesem Freitag erwartet worden.

In der Nacht zum Freitag hatte das griechische Parlament ein zweites Maßnahmenpaket verabschiedet, das zu den von den Geldgebern geforderten Vorbedingungen für ein drittes Kreditprogramm von 86 Milliarden Euro gehört. Aus dem griechischen Finanzministerium war anschließend verlautet, dass erste Verhandlungen mit Experten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank, des Euro-Stabilisierungsfonds ESM und des Internationalen Währungsfonds bereits am Freitag in Athen stattfinden sollten. In Brüssel und Washington war der Termin aber nicht bestätigt worden.

Am Freitag verlautete aus Verhandlungskreisen, dass die "Mission" noch in Vorbereitung sei. Offen sei etwa noch, wo die Verhandlungen stattfinden sollten. Nötig sei ein Ort, der gut zu erreichen sei und der in der Nähe der Athener Ministerien liege. Eine andere Quelle sprach von "logistischen Problemen". Diese würden nun aber "schnell gelöst", verlautete aus Regierungskreisen in Athen. Die Verhandlungen sollen bis Mitte August abgeschlossen werden.

(AFP)