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Griechenland: Martin Schulz kritisiert deutsche Debatte zum "Grexit"

Austritt Griechenlands aus dem Euro : EU-Parlamentspräsident kritisiert deutsche Debatte zum "Grexit"

So wie es EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) sieht, könnte die Diskussion um Griechenlands Austritt auf dem Euro zu einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Den Die Debatte stärke nur die Kräfte in Griechenland, deren Politik den Austritt beflügele.

Die deutsche Debatte über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone stärkt nach Ansicht von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) die Syriza-Partei und deren Chef Alexis Tsipras. Schulz sagte der "Welt" (Mittwochausgabe): "Die Debatte und die verantwortungslosen Spekulationen über "Grexit"-Szenarien sind wenig hilfreich. Allen muss klar sein: Ein Ausstieg aus dem Euro steht nicht zur Debatte. Unerbetene Ratschläge, die den Menschen in Griechenland das Gefühl geben, nicht sie entscheiden durch ihre Wahl über ihr Schicksal, sondern Brüssel oder Berlin, treiben die Wähler womöglich gerade in die Arme der radikalen Kräfte."

Auslöser der Diskussion sind nicht dementierte Berichte, wonach die Bundesregierung bei einem Sieg der Linken bei der Parlamentswahl in Griechenland einen Austritt des Landes aus der Euro-Zone für verkraftbar hält. Der in Umfragen führende Chef des Linksbündnisses Syriza, Tsipras, hatte ein Ende der Sparpolitik angekündigt, falls er die Abstimmung am 25. Januar gewinnt.

(dpa)