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Brüssel: Griechenland kann auf neue Milliarden-Hilfe hoffen

Brüssel : Griechenland kann auf neue Milliarden-Hilfe hoffen

Die Kontrolleure von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank kehren nach zweimonatiger Unterbrechung in dieser Woche nach Griechenland zurück. Ziel des Besuchs der Troika ist ein erfolgreicher Abschluss der Reform-Überprüfung im kommenden Monat. "Wenn jeder seine Arbeit macht, kann die Überprüfung im März abgeschlossen werden", sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn nach einem Treffen der Euro-Finanzminister gestern in Brüssel.

Die Zeit drängt. Wegen mangelnder Fortschritte im Krisenland stehen Hilfszahlungen an Athen von 10,1 Milliarden Euro aus. Diese Summe braucht Hellas aber, um im Mai Schulden zu bedienen. "Wir haben im Mai einen erheblichen Finanzierungsbedarf, aber ich bin zuversichtlich, dass das geschafft wird", unterstrich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Voraussetzung für die Freigabe ist der Abschluss der wegen mangelnden Reformwillens der griechischen Regierung abgebrochenen Troika-Mission, die bereits vergangenen September begonnen hat. Die Rückkehr der Troika sei "keine Garantie auf Erfolg", so der Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem. "Es ist noch viel harte Arbeit nötig."

Die Euro-Staaten wollen das Thema Griechenland aber so weit wie möglich aus dem Europawahlkampf heraushalten. Die Entscheidung, ob Athen ein drittes Hilfspaket oder gar einen weiteren Schuldenerlass benötigt, soll erst nach der Sommerpause fallen, kündigte Dijsselbloem gestern an. Der "Spiegel" hatte berichtet, dass Schäuble Griechenland bereits vor der Europawahl ein neues Hilfsprogramm in Aussicht stellen wolle, Kanzlerin Merkel sei jedoch dagegen.

(ing)