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Schuldenschnitt für Griechenland: Gespräche in Athen werden fortgesetzt

Schuldenschnitt für Griechenland : Gespräche in Athen werden fortgesetzt

Der griechische Schuldenschnitt ist immer noch nicht unter Dach und Fach. Nach mehrstündigen Verhandlungen sprach der Internationale Bankenverband (IIF) in der Nacht Samstag von "Elementen eines noch nie dagewesenen freiwilligen Schuldenschnitts".

Die Verhandlungen über einen Schuldenschnitt für Griechenland werden auch nach der Abreise eines Vertreters der privaten Kreditgeber fortgesetzt. Er bleibe mit der Regierung in Athen telefonisch in ständigem Kontakt, sagte Charles Dallara, der als Direktor des Internationalen Bankenverbandes (IIF) die Gespräche geleitet hatte, am Samstag der Nachrichtenagentur AP. Sein Sprecher Frank Vogl erklärte, Dallara sei zu einem seit längerer Zeit feststehenden Treffen nach Paris aufgebrochen.

Die griechische Regierung hatte am Vormittag mitgeteilt, dass die Verhandlungen zunächst abgebrochen worden seien und ein neuer Termin bisher nicht feststehe. Ministerpräsident Lukas Papademos und Finanzminister Evangelos Venizelos hatten am Freitag bis nach Mitternacht mit Dallara verhandelt. Aus Kreisen der EU hieß es am Abend, eine Einigung sei noch am Wochenende möglich.

Ebenfalls am Freitag kam die griechische Regierung zu Gesprächen mit der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds zusammen, bei denen es um weitere Finanzhilfen geht.

Die Troika muss die Umsetzung der Reformmaßnahmen überprüfen und analysieren, ob die bisher geplante Hilfe von 130 Milliarden Euro aus den Euro-Staaten und der mögliche Verzicht auf Forderungen in Höhe von 100 Milliarden Euro seitens der Banken zur Sicherung der griechischen Schuldentragfähigkeit ausreichen. Nur bei Zustimmung der Troika erhält Griechenland die nächste Rate des internationalen Rettungspakets.

(AFP7apd)