Frankreich, Dänemark und Niederlande verhindern EU-Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien

Unverständnis von Deutschland : Frankreich verhindert EU-Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien

Die Europäische Union wollte eigentlich am Dienstag beschließen, Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien und Albanien zu führen. Doch drei Mitglieder äußerten Zweifel an den Reformfortschritten der Nordmazedonier.

Nordmazedonien und Albanien müssen weiter auf den erhofften Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen warten. Frankreich, die Niederlande und Dänemark blockierten am Dienstag eine EU-Entscheidung zugunsten der beiden Balkanstaaten und begründeten dies mit Zweifeln an Reformfortschritten, wie Diplomaten nach einem Ministertreffen in Luxemburg berichteten.

Die Regierung in Paris verlangte zudem eine grundsätzliche Reform des Beitrittsprozesses als Voraussetzung für die Zustimmung. Im Gegensatz zu den Niederlanden und Dänemark wollte sie nicht einmal dem Start von Gesprächen mit Nordmazedonien zustimmen.

Deutschland und viele andere EU-Staaten reagierten mit Unverständnis. Sie verwiesen darauf, dass Albanien und Nordmazedonien die von der EU verlangten Voraussetzungen nach Gutachten der EU-Kommission erfüllt haben. Der Start der Beitrittsgespräche war den beiden Ländern für diesen Fall zugesagt worden.

(mja/dpa)
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