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Flüchtlingsumverteilung in Europa kommt kaum voran

EU : Verteilung von Flüchtlingen kommt kaum voran

Griechenland und Italien hoffen in der Flüchtlingskrise weiterhin vergeblich auf Entlastung. Nur 1500 Flüchtlinge wurden laut EU-Kommission bisher aus den beiden Staaten in andere Länder umverteilt.

Die EU-Staaten hatten sich vergangenen September eigentlich dazu verpflichtet, binnen zwei Jahren insgesamt 160.000 Migranten mit guten Chancen auf Asyl vor allem aus diesen Ländern aufzunehmen. Österreich, Ungarn und die Slowakei haben der EU-Kommission zufolge bisher noch gar keine Plätze angeboten. Doch auch Deutschland hinkt hinterher: Die Bundesrepublik hält sich dem Bericht nach nicht an die Vorgabe, alle drei Monate neue Plätze nach Brüssel zu melden und hat zudem bisher weniger als fünf Prozent der vereinbarten mehr als 27.000 Plätze zur Verfügung gestellt. Bisher sind 57 Flüchtlinge aus Griechenland und Italien nach Deutschland umgesiedelt worden.

EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos zeigte sich unzufrieden. "Es muss noch mehr getan werden und das schnell. Wir müssen rasch auf die humanitäre Notlage in Griechenland reagieren und verhindern, dass sich die Situation in Italien verschlechtert", forderte er.

Die mit der Regierung in Ankara vereinbarte Aufnahme syrischer Flüchtlinge aus der Türkei kommt laut EU-Kommission hingegen in Gang. Bisher seien 177 Syrer aus der Türkei in EU-Staaten aufgenommen worden, die meisten davon in Schweden, Deutschland und den Niederlanden. Im Gegenzug schickt die EU illegal eingereiste Migranten von den griechischen Inseln zurück in die Türkei.

(crwo/dpa)