Ratingagentur bewertet sechs Länder: Fitch stuft Spanien und Italien herab

Ratingagentur bewertet sechs Länder : Fitch stuft Spanien und Italien herab

Die Ratingagentur Fitch hat am Freitag die langfristige Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone herabgestuft. Besonders deutlich fiel die Herabstufung für Italien, Spanien und Slowenien aus, die jeweils um zwei Teilstufen herabgesetzt wurden.

Daneben wurden Belgien und Zypern jeweils um eine Note herabgestuft. Zusätzlich wurde den fünf Ländern sowie Irland bezüglich ihrer weiteren Entwicklung eine "negative" Perspektive bescheinigt.

Fitch setzte Italien um zwei Stufen auf "A-" herab und begründete dies damit, dass die Wachstumsanzeichen gegenüber der zunehmenden Schuldenlast zu schwach seien. Der italienische Regierungschef Mario Monti hat die Herabstufung der Kreditwürdigkeit gelassen aufgenommen. Das seien alles Dinge, die nicht neu seien, und sie urteilten nicht über die aktuelle Politik Italiens, betonte Monti, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Für Spanien, das nunmehr mit "A" bewertet wird, konstatiert die Agentur eine "deutlich verschlechterte fiskalische und wirtschaftliche Perspektive".

Am 13. Januar hatte die Ratingagentur Standard & Poors die Kreditwürdigkeit von neun Eurostaaten herabgestuft, darunter auch Frankreich und Österreich, denen die Bestnote entzogen wurde.

Die Bemühungen der Europäischen Zentralbank (EZB), den Druck von Regierungen und Banken in Europa zu nehmen, seien in die Neubewertungen eingeflossen, teilte Fitch mit. Die Verschärfung der Krise in der Eurozone im zweiten Halbjahr 2011 habe jedoch die Effizienz der EZB-Beschlüsse untergraben. Bislang gebe es keinen "glaubwürdigen finanziellen Schutzwall" gegen die Ansteckungsgefahr, die in der Eurozone herrsche. Auch ein Auseinanderbrechen der Eurozone könne "nicht vollständig ausgeschlossen werden".

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(AFP)