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EVP schickt Antonio Tajani ins Rennen um das Amt des EU-Parlamentspräsidenten

Nachfolge von Martin Schulz : EVP schickt Tajani ins Rennen um Amt des EU-Parlamentspräsidenten

Die christdemokratische Europäische Volkspartei (EVP) hat Antonio Tajani als Kandidaten für die Wahl des EU-Parlamentspräsidenten aufgestellt. Die Abstimmung über die Schulz-Nachfolge ist im Januar.

Tajani gewann in Straßburg die Abstimmung gegen die Irin Mairead McGuinness, den Slowenen Alojz Peterle und den Franzosen Alain Lamassoure. Mit Tajani geht neben dem Sozialisten Gianni Pittella der zweite Italiener ins Rennen um das Amt des EU-Parlamentspräsidenten. Der 63 Jahre alte Jurist stammt aus Rom. Er gehört der konservativen Forza Italia von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi an.

Der Italiener sitzt seit 1994 im Europaparlament und ist seit 2014 einer der 14 Vizepräsidenten. Zwischendurch war er zweimal EU-Kommissar. Zwei Jahre lang war er für Verkehr zuständig, vier Jahre lang für die Industrie.

Zur EVP, die derzeit die stärkste Fraktion ist, gehören unter anderem die deutsche CDU und CSU. Der derzeitige EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hatte im November angekündigt, in die Bundespolitik wechseln zu wollen. Die Wahl seines Nachfolgers ist für den 17. Januar geplant. Ihr Ausgang ist offen, da keine Partei ohne die Unterstützung von anderen Parteien ihren Kandidaten sicher durchsetzen kann.

(crwo/dpa)