Europawahl 2024 Deutschland wählt heute – 65 Millionen Menschen sind wahlberechtigt

Brüssel · In Deutschland und den meisten anderen EU-Ländern stimmen die Wähler am heutigen Sonntag über die Zusammensetzung des Europaparlaments ab. Wann erste Ergebnisse bekannt werden.

Ein Wähler wirft in einem Wahllokal seinen Stimmzettel in eine Wahlurne.

Ein Wähler wirft in einem Wahllokal seinen Stimmzettel in eine Wahlurne.

Foto: dpa/Monika Skolimowska

In Griechenland und einigen anderen östlich gelegenen Staaten öffneten die Wahllokale um 07.00 Uhr (Ortszeit; 06.00 Uhr MESZ) vor dem Wahlbeginn in anderen Mitgliedstaaten. Insgesamt sind bei den Europawahlen mehr als 360 Millionen Europäer zum Urnengang aufgerufen, um 720 Mitglieder des Europäischen Parlaments zu bestimmen.

96 EU-Abgeordnete werden aus Deutschland kommen, wo rund 65 Millionen Menschen wahlberechtigt sind. Die deutschen Wahllokale sind am Sonntag von 08.00 bis 18.00 Uhr geöffnet - danach werden die ersten Prognosen auf Grundlage von Nachwahlbefragungen erwartet. In Deutschland treten mehr als 1400 Kandidatinnen und Kandidaten aus 35 Parteien und sonstigen Gruppierungen an. Erstmals dürfen auch Wählerinnen und Wähler im Alter von 16 und 17 Jahren an der Europawahl in Deutschland teilnehmen - dies betrifft laut Statistischem Bundesamt rund 1,4 Millionen Menschen.

Ergebnisse für die gesamte EU werden erst am späten Abend veröffentlicht, wenn in allen EU-Staaten die Wahllokale geschlossen sind. In Italien ist die Wahl erst um 23.00 Uhr vorbei. Ab 20.15 Uhr gibt es von der EU aber erste Prognosen für das Europaparlament auf Basis von Nachwahlbefragungen und Teilergebnissen.

Als erste hatten am Donnerstag bereits die Wahlberechtigten in den Niederlanden ihre Stimme abgegeben, am Freitag folgten Irland und Tschechien, am Samstag Italien, die Slowakei, Lettland, Malta und die französischen Überseegebiete. In Italien wird die Abstimmung am Sonntag fortgesetzt. In Belgien und Bulgarien finden am Sonntag auch Parlamentswahlen statt.

Umfragen deuteten auf einen Rechtsruck im Europäischen Parlament hin. In den Niederlanden lag das rot-grüne Bündnis ersten Prognosen zufolge knapp vor der Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders.

(aku/AFP)