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Griechenlands Notenbankchef: "Europäer bekommen ihr Geld zurück"

Griechenlands Notenbankchef : "Europäer bekommen ihr Geld zurück"

Der Euro-Krisenstaat Griechenland hat laut Notenbankchef Giorgos Provopoulos (62) überfällige Reformen nachgeholt und sei ein zuverlässiger Schuldner geworden.

"Ich verstehe die Sorgen der europäischen Steuerzahler", sagte Provopoulos der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). "Aber ich kann ihnen sagen: Dieses Mal will die Regierung liefern. Das Land ändert sich. Die Europäer bekommen ihr Geld zurück."

Provopoulos verwies darauf, dass sein Land die Wettbewerbsfähigkeit bei den Arbeitskosten erheblich verbessert habe.

Das um konjunkturelle Einflüsse bereinigte Defizit sei stark reduziert worden. Zudem fließe ein Teil der von heimischen Bankkonten abgehobenen Euro-Milliarden wieder zurück, weil das Vertrauen der Griechen in den eigenen Staat wachse.

Der Chef der Bank of Greece begründete den Wandel in seinem Land so: "Die Griechen, auch die Politiker, haben eines verstanden: Das ist die letzte Chance für Griechenland."

Der Notenbankchef räumte ein, in der Vergangenheit seien Strukturreformen nicht vernünftig umgesetzt worden. "Das war ein großer Fehler." Er kritisierte auch: "Steuerflucht ist in allen Staaten ein Problem, aber in Griechenland ist sie besonders ausgeprägt."

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(dpa/nbe)