EU-Parlament stimmt für Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik

Kampf gegen Müll im Meer : EU-Parlament stimmt für Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik

Das Europaparlament hat für ein Verbot von Trinkhalmen, Einweggeschirr, Wattestäbchen und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik gestimmt. Ziel ist es, die Verschmutzung der Ozeane durch Kunststoffmüll zu bekämpfen.

Die EU-Kommission will Einweggeschirr und Strohhalme aus Plastik verbieten. Einem entsprechenden Vorschlag der Brüsseler Behörde hat das Europaparlament in Straßburg am Mittwoch in erster Lesung zugestimmt. Durch das Verbot sollen vor allem die Meere wieder sauberer werden.

Nachdem nun das Parlament eine gemeinsame Linie gefunden hat, muss ein Kompromiss mit den Mitgliedstaaten gefunden werden. Wird - wie geplant - eine Einigung im kommenden Jahr erzielt, müssten die Staaten die neuen Regeln bis 2021 umsetzen.

Die EU-Kommission hatte im Mai einen Vorschlag zur Eindämmung von Plastikmüll vorgelegt. Die EU-Abgeordneten verschärften diese Ideen nun zum Teil - etwa mit den verbindlichen Reduktionszielen und mit einer längeren Liste von verbotenen Plastikprodukten.

Ziel des EU-Vorstoßes ist es, die Plastikmassen in den Meeren einzudämmen. Laut EU-Parlament macht Plastik weltweit drei Viertel des Mülls in den Ozeanen aus. In der EU stellen demnach weggeworfene Einwegprodukte aus Kunststoff etwa die Hälfte des an den Stränden gefundenen Mülls.

(wer/AFP)
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