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EU-Außenbeauftragter Josep Borell: US-Polizeigewalt ist Machtmissbrauch

Tötung von George Floyd : EU-Chefdiplomat verurteilt Gewalt durch US-Polizei als Machtmissbrauch

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat die Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in den USA als Machtmissbrauch bezeichnet. Er rief zudem zur Deeskalation auf.

In Europa sei man darüber genauso „schockiert und entsetzt“ wie in den USA, sagte der Spanier am Dienstag in Brüssel. Es müsse sichergestellt sein, dass Menschen, die für die Ordnung zuständig seien, ihre Kompetenzen nicht auf eine Weise gebrauchten, wie bei dem „sehr, sehr traurigen Tod von George Floyd“. „Das ist ein Missbrauch von Macht“, sagte Borrell.

Der EU-Chefdiplomat betonte, das Recht auf friedlichen Protest zu unterstützen. Zugleich verurteilte er Gewalt und Rassismus jeder Art. „Alle Leben zählen. Auch schwarze Leben zählen.“ Borrell rief zur Deeskalation in den USA auf.

Der Afroamerikaner George Floyd war vergangene Woche bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota ums Leben gekommen. Seitdem protestierten Tausende Menschen gegen Polizeigewalt und Rassismus im Land. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen und Plünderungen. US-Präsident Donald Trump will die Unruhen notfalls mit militärischer Gewalt stoppen.

(anst/dpa)