„Sea-Watch 3“ Anhörung von Kapitänin Carola Rackete wird verschoben

Rom · Carola Rackete, die Kapitänin der „Sea-Watch 3“ ist an einem geheimen Ort untergebracht. Jetzt wurde die Anhörung in Italien erneut verschoben.

Der für Dienstag angesetzte Termin bei der Staatsanwaltschaft in der sizilianischen Stadt Agrigent verschiebe sich, teilte Racketes Anwalt der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit. Laut Staatsanwaltschaft ist ein Streik der Strafverteidiger der Grund für die Verschiebung. Ein neuer Termin wurde zunächst nicht festgelegt.

Sollte sich die Anhörung sehr lange verzögern, erwäge Rackete, in der Zwischenzeit nach Deutschland zu kommen, sagte Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer dpa. Bisher ist die 31-Jährige aus Niedersachsen in Italien.

Die Kapitänin der deutschen Hilfsorganisation war ohne Erlaubnis der Regierung in Rom in italienische Gewässer und in den Hafen von Lampedusa gefahren und festgenommen worden. Eine Ermittlungsrichterin hatte zwar den Hausarrest aufgehoben. Jedoch muss sich Rackete laut ihres Verteidigers immer noch gegen den den Vorwurf der Beihilfe zur illegalen Einwanderung sowie des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gegen ein Kriegsschiff wehren.

(mja/dpa)
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