1. Politik
  2. EU-Politik

Brexit: „Konstruktives“ Treffen zwischen Theresa May und Jean-Claude Juncker

Brexit-Verhandlungen : „Konstruktives“ Treffen zwischen Juncker und May

Einen Durchbruch gibt es wieder nicht, aber zumindest wollen Großbritannien und die EU weiterverhandeln. Für Theresa May wird es nicht nur zeitlich eng. Am Mittwoch traten drei ihrer Abgeordneten aus der Partei aus.

Großbritannien und die EU haben bei Verhandlungen in Brüssel keinen Ausweg aus der Brexit-Krise gefunden. Die britische Premierministerin Theresa May und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärten aber, ihr Gespräch am Mittwoch sei „konstruktiv“ verlaufen. Es sei eine weitere Verhandlungsrunde noch vor dem Monatsende geplant.

May dringt auf eine Änderung des mit der EU ausgehandelten Vertrags über einen Austritt Großbritanniens, weil das Unterhaus in London ihn in dieser Form nicht billigen will. Die EU-Kommission lehnt es aber ab, das Abkommen noch einmal aufzuschnüren. Die Zeit drängt, denn eigentlich ist der Brexit für den 29. März geplant.

In der gemeinsamen Erklärung der beiden war von Änderungen an dem Austrittsvertrag weiter nicht die Rede. Es wurden aber mögliche „alternative Vereinbarungen“ und Änderungen an der dazugehörigen Brexit-Erklärung als potenzielle Kompromisspunkte genannt.

May hatte vor ihrer Reise nach Brüssel einen empfindlichen Rückschlag in der eigenen Partei hinnehmen müssen. Die drei proeuropäischen Abgeordneten Anna Soubry, Heidi Allen und Sarah Wollaston hatten angekündigt, die Tories zu verlassen. Sie schlossen sich der Zentrumsfraktion jener acht Abgeordneten an, die in den Tagen zuvor der oppositionellen Labour-Partei aus Protest gegen Parteichef Jeremy Corbyn den Rücken gekehrt hatten.

(cpas/AP/dpa)