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Brexit: Annegret Kramp-Karrenbauer offen für Debatte über Verschiebung

Annegret Kramp-Karrenbauer : CDU-Chefin offen für Debatte über Brexit-Verschiebung

Eigentlich soll Großbritannien im März aus der EU ausscheiden. Wenn es nach der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer geht, ist eine Verschiebung nun zumindest denkbar.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hält angesichts der Spekulationen über eine mögliche Verschiebung des EU-Austritts Großbritanniens eine Debatte darüber für denkbar. Ob es nach einer möglichen Entscheidung zu einem ungeordneten Brexit im Zuge einer Diskussion notwendig werde, die Zeitachse hinauszuschieben, „das wird man dann sicherlich in Ruhe nochmal diskutieren müssen“, sagte Kramp-Karrenbauer am Montag in Potsdam nach einer Sitzung des CDU-Bundesvorstands. „Wir müssen jetzt ein Stück weit abwarten, wie sich die Dinge dort entwickeln.“

Die CDU-Chefin sieht aber für einen solchen Fall noch die zeitliche Möglichkeit für Gespräche. Selbst wenn es zu einem Beschluss im britischen Unterhaus komme, der keinen geordneten Brexit nach sich ziehe, gebe es bis zum Vollzug Ende März noch eine Zeitspanne, sagte Kramp-Karrenbauer. Dann könne national und europäisch darüber gesprochen werden, was es noch für Handlungsmöglichkeiten gebe.

Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, Großbritannien könne den Austritt verschieben, wenn das Parlament wie erwartet an diesem Dienstag gegen das mit Brüssel ausgehandelte Austrittsabkommen stimmt. Die britische Premierministerin Theresa May muss bei der Abstimmung mit einer deutlichen Niederlage rechnen.

(kron/dpa)