"Motor der gemeinsamen Entwicklung": Berlin und Paris wollen mehr für Afrika tun

"Motor der gemeinsamen Entwicklung" : Berlin und Paris wollen mehr für Afrika tun

EU-Afrika-Gipfel in Brüssel: Seite an Seite erklären Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande, die Zusammenarbeit Europas mit Afrika voranbringen zu wollen.

Beide Länder wollten auch in diesem Bereich "Motor der gemeinsamen Entwicklung" sein, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch bei einem EU-Afrika-Gipfel in Brüssel. Frankreichs Staatschef François Hollande, der gemeinsam mit Merkel vor die Presse getreten war, sagte, er habe eine "Allianz" zwischen Europa und Afrika um die Themengebiete Sicherheit und Frieden, Entwicklung und Wirtschaftswachstum sowie Umwelt und Klimawandel vorgeschlagen. Deutschland und Frankreich sein dabei "geeint wie immer".

Merkel und Hollande nahmen am Mittwoch an einem Gipfeltreffen afrikanischer und europäischer Staats- und Regierungschefs unter dem Motto "In Menschen, Wohlstand und Frieden investieren" teil. Merkel würdigte dabei das militärische Engagement Frankreichs in den afrikanischen Krisenstaaten Mali und Zentralafrika. Frankreich habe in beiden Fällen schnell "Verantwortung" übernommen. Deutschland unterstütze Frankreich dabei. "Aus der historischen Entwicklung heraus ist es für Deutschland eine neue Wegstrecke, auch stärker in Afrika Verantwortung zu zeigen neben der klassischen Entwicklungspolitik."

Merkel verwies auf die Ausbildung malischer Soldaten durch die Bundeswehr und auf die logistische Unterstützung einer anstehenden EU-Militärmission in Zentralafrika. Sie bekräftigte erneut, dass die afrikanischen Staaten mit europäischer Hilfe dazu befähigt werden müssten, selbst für die Sicherheit in der Region zu sorgen.

(AFP)
Mehr von RP ONLINE