Angela Merkel lehnt Schuldenschnitt für Griechenland ab

"Athen muss Reform- und Sparkurs fortsetzen´" : Merkel lehnt Schuldenschnitt für Griechenland ab

Klare Worte von der Kanzlerin: Angela Merkel (CDU) hat die neue griechische Regierung zu einer Fortsetzung der Reformpolitik aufgerufen und der Forderung nach einem weiteren Schuldenschnitt abgelehnt..

"Europa wird auch weiterhin Solidarität für Griechenland wie auch andere besonders von der Krise betroffenen Länder zeigen, wenn diese Länder eigene Reform- und Sparanstrengungen unternehmen", sagte Merkel dem "Hamburger Abendblatt". Gleichzeitig bekräftigte sie das Nein der Bundesregierung zu dem von Athen geforderten Schuldenschnitt.

"Es gab schon einen freiwilligen Verzicht der privaten Gläubiger, Griechenland wurden von den Banken bereits Milliarden erlassen. Einen weiteren Schuldenschnitt sehe ich nicht", betonte Merkel. Griechenlands neuer Regierungschef Alexis Tsipras setzt sich dafür ein, dass seinem Land ein Großteil der Schulden erlassen wird.

Merkel machte erneut deutlich, dass sie Griechenland im Euro halten wolle. "Das Ziel unserer Politik war und ist, dass Griechenland dauerhaft Teil der Euro-Gemeinschaft bleibt", sagte sie dem "Abendblatt". Dafür würden Griechenland und die europäischen Partner ihren Beitrag leisten. "Ansonsten warte ich jetzt ab, welche Konzepte die griechische Regierung vorlegen wird", sagte die Bundeskanzlerin.

Wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist die Bundesregierung bereit, Athen ein weiteres Hilfsprogramm in Höhe von bis zu 20 Milliarden Euro aus dem europäischen Rettungsschirm zu gewähren - unter der Voraussetzung, dass Tsipras Reformauflagen akzeptiere und sich der Aufsicht durch die EU-Troika unterwerfe. Allerdings lehnte Athen am Freitag eine weitere Zusammenarbeit mit der in Griechenland verhassten Troika ab.

(AFP)
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