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Finanzminister muss weniger nach Brüssel überweisen: Eichel spart unverhofft 1,5 Milliarden Euro

Finanzminister muss weniger nach Brüssel überweisen : Eichel spart unverhofft 1,5 Milliarden Euro

Brüssel (rpo). Diesmal sind es gute Nachrichten, die aus dem Finanzministerium gemeldet werden: Hans Eichel muss im kommenden Jahr weniger Geld für den EU-Haushalt bereitstellen, als bislang angenommen wurde - es geht um 1,5 Milliarden Euro.

Insgesamt werden von den 15 EU-Staaten im kommenden Jahr 6,5 Milliarden Euro weniger benötigt als in der 1999 auf dem Berliner EU-Gipfeltreffen beschlossenen Finanzplanung, sagte EU- Haushaltskommissarin Michaele Schreyer am Dienstag in Brüssel. Diese Finanzplanung läuft noch bis einschließlich 2006.

Grund für die geringere Belastung der Mitgliedstaaten ist vor allem eine sparsame Haushaltsführung, die 5,5 Milliarden Euro einspart. Dazu kommt ein Überschuss aus dem laufenden Jahr von einer Milliarde Euro. Dieser Überschuss wird jedoch nicht an die Mitgliedstaaten ausgezahlt, sondern verbleibt in der EU-Kasse. Endgültige Angaben über den Überschuss 2002 werden erst im kommenden März vorliegen, sagte Schreyer.

Die für den Haushalt verantwortlichen Fachminister der EU hatten am Montag einen Anstieg der Zahlungen 2003 um 1,9 Prozent auf 97,4 Milliarden Euro vereinbart. Der deutsche Anteil am Brüsseler Budget dürfte bei rund 23 Prozent liegen. Deutschland ist damit größter Geldgeber der Union.

(RPO Archiv)