Analyse: Ehe nur zwischen Mann und Frau

Analyse : Ehe nur zwischen Mann und Frau

Gastbeitrag Ehe auch für Homosexuelle? Nein, sagt der Straelener Geistliche Heinrich Valentin: Nachkommen sind das Alleinstellungsmerkmal.

Mittlerweile scheint in Deutschland eine Mehrheit für die völlige Gleichstellung der "Homo-Ehe" mit der Ehe zu sein, zumindest nichts dagegen zu haben. Ein erstaunliches Phänomen angesichts dessen, was die Ehe von ihrem Wesen her ist, nämlich die Geschlechtsgemeinschaft von Mann und Frau mit dem Ziel, Nachkommen hervorzubringen. Dass die Ehe sich naturgemäß zur Familie ausweitet, ist sozusagen ihr Alleinstellungsmerkmal. Als reproduktive Gemeinschaft, die den Fortbestand der Menschheit (und damit auch des Staates) gewährleistet, verdient sie die Ehrenbezeichnung "Keimzelle des Staates" und - auch als "Nest" für die Kinder - den im Grundgesetz festgeschriebenen besonderen Schutz des Staates.

Daraus ergibt sich, dass eine Zweiergemeinschaft von Schwulen oder Lesben - auch wenn in ihr Liebe, Fürsorge und Treue gelebt werden - keine Ehe ist. Eine Anwendung des Begriffs "Ehe" auf Gleichgeschlechtliche stellt eine unrechtmäßige Aneignung und verfälschende Ausweitung dar. Der Staat hat dem dadurch Vorschub geleistet, dass er den traditionell eindeutigen Ehebegriff ausgehöhlt hat, indem er das naturgegebene Ziel der Fortpflanzung als Wesenselement der Ehe stillschweigend ausgeblendet hat: Für eine standesamtliche Trauung ist nicht wie für eine Trauung in der katholischen Kirche das Ja der Brautleute zum Kind erforderlich.

So war es für die Schwulen und Lesben ein Leichtes, den Staat zu ersten angleichenden Regelungen unter dem Titel "eingetragene Lebenspartnerschaft" zu erweichen. Wird man da den Zug in Richtung der völligen Gleichstellung noch aufhalten können? Weil der grundlegende Wesensunterschied vielfach nicht mehr gesehen wird, wird in puncto Homo-"Ehe" auf Toleranz und Nächstenliebe abgehoben. Da heißt es dann: Wer kann denn etwas gegen die "Öffnung der Ehe" für Schwule und Lesben haben? "Öffnung" - auch so ein positiv besetzter und deswegen sehr verführerischer Begriff, der über die fundamentale Umdeutung des Wortes "Ehe" hinwegtäuscht. Durch die "Öffnung" der Ehe für Schwule und Lesben würden diese dieselben finanziellen Vergünstigungen erhalten wie die Eheleute, die durchweg viel an Zeit, Kraft und Nerven in die Sorge um die Familie investieren und durch ihre wertvolle Erziehungsarbeit dem Staat nicht zuletzt viele Kosten ersparen und die nun ihren verdienten Sonderstatus einbüßen würden.

Durch diese Gleichmacherei würde die Ehe indirekt abgewertet - mit fatalen Folgen für unseren Staat, der aufgrund der niedrigsten Geburtenrate in der Welt Gefahr läuft auszubluten. Statt gleichgeschlechtliche Partnerschaften sollte der Staat die Ehe aufwerten und stärken, wie Frankreich, Großbritannien und Schweden es uns vormachen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE