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Hintergrund zu BSE: Die wichtigsten EU-Vorschriften

Hintergrund zu BSE : Die wichtigsten EU-Vorschriften

Brüssel (dpa). Seit 1987 sind in zehn Ländern der Europäischen Union (EU) Fälle von Rinderwahnsinn entdeckt worden. Im folgenden die wichtigsten EU-Rechtsvorschriften und -Entscheidungen zu BSE (Bovine Spongiforme Enzephalopathie) im zeitlichen Verlauf:

06.03.1990: Alle BSE-Fälle müssen gemeldet werden.

27.06.1994: Verbot der Verfütterung von "aus Säugetiergewebe gewonnenen Futtermitteln" (Tiermehl) an Wiederkäuer.

18.07.1996: Tierabfälle müssen für die Verarbeitung beispielsweise zu Tiermehl 20 Minuten lang unter einem Druck von drei Bar einer Temperatur von 133 Grad Celsius ausgesetzt werden, um BSE-Erreger abzutöten.

23.04.1998: Einführung von BSE-Schnelltests.

05.06.2000: Verpflichtung zu verstärkten BSE-Schnelltest vom 01. Januar 2001 an. Vorgeschrieben sind Stichproben bei Tieren, die auf Bauernhöfen verendet sind, bei notgeschlachteten Tieren oder solchen mit Verhaltensauffälligkeiten.

29.06.2000: So genannte BSE-Risikomaterialien wie Hirn, Augen oder Rückenmark müssen vom 01. Oktober an vernichtet werden, damit mögliche Erreger nicht in die Futter- und Nahrungsmittelkette gelangen können.

01.09.2000: Die Rindfleisch-Etikettierung tritt in Kraft. Verbraucher können danach bei jedem gekauften Stück Rindfleisch erkennen, wo das Tier geschlachtet und zerlegt wurde.

(RPO Archiv)