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Ziemiak und Klingbeil kritisieren Wahlprogramm der Grünen

Nach Baerbock-Rede : Ziemiak und Klingbeil kritisieren Wahlprogramm der Grünen

Die Generalsekretäre von Union und SPD üben scharfe Kritik am Wahlprogramm der Grünen. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil gratulierte der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zwar zu ihrer Wahl, wies allerdings auch auf ihre jüngsten Fehler hin.

„Ich gratuliere Frau Baerbock zur Wahl als Kanzlerkandidatin ihrer Partei. Die Wahlauseinandersetzung geht jetzt los, das Rennen ist offen", sagte Klingbeil unserer Redaktion. „Die Grünen sind gut gestartet, die Fehler haben sich allerdings gehäuft. Wer ins Kanzleramt will, braucht Professionalität und Seriosität", sagte der SPD-Politiker. „Die Wahlauseinandersetzung wird um Person und Programm gehen. Dafür muss Frau Baerbock jetzt auch jenseits von schönen Worten konkret werden. Neue Politik als substanzlose Formel - das wird nicht reichen. Dort, wo die Grünen konkret werden, verlieren sie Unterstützung", betonte Klingbeil.

Er sei sehr froh, „dass wir zwischen Laschet und Baerbock mit Olaf Scholz so einen starken Kanzlerkandidaten haben, der die Menschen überzeugt, der eine Idee hat, wie man Deutschland voranbringt, der Erfahrung, Krisen- und Entscheidungsfestigkeit besitzt", sagte Klingbeil.

Auch CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat das Grünen-Programm nach der Rede von Baerbock scharf kritisiert. „Die Grünen setzen nicht auf einen fairen sozialen Ausgleich und neue wirtschaftliche Stärke, sondern darauf, dass Sozialleistungen alle Folgen ihrer Politik auffangen“, sagte Ziemiak unserer Redaktion. „Jetzt kommt es aber auf eine kraftvolle Politik an, die eine Dynamik auslöst hin zu mehr Wohlstand und Klimaschutz“, sagte Ziemiak.

"Dieser Parteitag zeigt endgültig: Die Grünen wollen Deutschland täuschen", sagt unterdessen der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller, dem Nachrichtenportal t-online. "Weichgespülte Formulierungen und eine sympathieheischende Frontfrau können nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihr Programm nur der altbekannte linke Mix von Umverteilung, umfassender staatlicher Lenkung und moralisierender Besserwisserei ist."

(mar)