Golf-Clubs, Burger King, Sparkasse: Zahlreiche Firmen von Stromnetzentgelten befreit

Golf-Clubs, Burger King, Sparkasse: Zahlreiche Firmen von Stromnetzentgelten befreit

Die Zahl der Unternehmen, die bei ihren Stromkosten von Netzentgelten befreit werden, steigt kontinuierlich an. Dies geht aus einer Anfrage der Grünen-Fraktion an die Bundesregierung hervor, die unserer Redaktion vorliegt.

Auch zwei Golf-Clubs sind unter den neuen Nutznießern, die keine oder geringere Gebühren für die Nutzung der Netze zahlen müssen. Erleichterungen hätten unter anderem auch die Sparkasse Essen, Burger King Idar-Oberstein und Karlchens Backstube erhalten.

Grundsätzlich können Betriebe mit besonders hohem Verbrauch Anträge für Sonderregelungen stellen. Die Bundesnetzagentur habe bislang für 30 Standorte der RWE, 35 Standorte von Aldi, 15 Standorte von C&A und elf Standorte von H&M Vereinbarungen individueller Netzentgelte genehmigt, heißt es in der Antwort.

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"Die übermäßige Befreiung bei den Netzentgelten ist totaler Unsinn und hat keinen erkennbaren Grund mehr", sagte Grünen-Vize-Fraktionschefin Bärbel Höhn. "Bezahlen dürfen die Ausnahmeregelungen hauptsächlich private Haushalte."

Die Netzentgelte müssen die Stromverbraucher zahlen, damit in die Strom-Infrastruktur investiert werden kann. Je kleiner der Kreis der Zahler ist, desto höher fallen die Gebühren aus. Derzeit müssen rund 805 Millionen Euro für die begünstigten Firmen von den Verbrauchern aufgebracht werden.

(qua)
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