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Rumänen und Bulgaren: Zahl von Hartz-IV-Empfängern aus Osteuropa steigt

Rumänen und Bulgaren : Zahl von Hartz-IV-Empfängern aus Osteuropa steigt

Die Zahl der Hartz IV-Empfänger aus Bulgarien und Rumänien ist einem Medienbericht zufolge innerhalb eines Jahres um fast 50 Prozent gestiegen. Zugleich sinke die Zahl der Beschäftigten aus beiden Ländern. Der Großteil gehe nur Minijobs nach.

Die "Bild"-Zeitung beruft sich auf einen Bericht der Bundesagentur für Arbeit (BA). Demnach bezogen Ende Oktober 41.999 Zuwanderer aus beiden Ländern Arbeitslosengeld II. Im Oktober 2012 lag die Zahl den Angaben zufolge noch bei 28.053.

Im Vergleich zu April 2011, dem letzten Monat vor der Öffnung der Grenzen für Arbeitnehmer aus beiden Ländern, habe sich die Zahl der Hartz-Empfänger sogar mehr als verdoppelt. Damals gab es laut "Bild" 19.347 Hartz IV-Empfänger aus Bulgarien und Rumänien.

Zugleich sinke die Zahl der Beschäftigten aus den beiden Ländern, hieß es. Ende November waren es 148.262 und damit 16.629 weniger im Juli. Besonders stark sei der Rückgang bei den Beschäftigten aus Rumänien gewesen. Ihre Zahl ging laut Bericht seit Juli um fast 20.000 zurück. Die Beschäftigung von Bulgaren stieg dem gegenüber leicht an.

Ein Großteil der Zuwanderer habe keine Vollzeitstellen, sondern nur Minijobs, meldet das Blatt weiter. Aber auch die Zahl der 450-Euro-Jobber halbierte sich demnach seit der Jahresmitte von fast 49.000 auf knapp 24.000. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen aus beiden Ländern.

Ende Januar zählte die BA laut "Bild" 19.079 arbeitslose Bulgaren und Rumänen. Das seien rund 2.600 mehr als im Dezember und 6.000 mehr als im Januar 2013 gewesen.

(KNA)