Youtuber Rezo: So reagiert die CDU auf das Video

Fast fünf Millionen Aufrufe : So reagiert die CDU auf das Video von Youtuber Rezo

„Die Zerstörung der CDU" hat fast fünf Millionen Aufrufe bei Youtube. Nun räumt Generalsekretär Paul Ziemiak eine Schwäche seiner Partei beim Erreichen junger Menschen im Internet ein.

"Wir müssen online präsenter sein. Wir müssen das Internet noch mehr nutzen, um komplexe Fragen verständlicher darzustellen", sagte Ziemiak den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland von Donnerstag.

Die Partei steht wegen eines bei YouTube zu einem Hit gewordenen Videos "Die Zerstörung der CDU" kurz vor der Europawahl am Sonntag erheblich unter Druck. Der fast einstündige Clip wurde bereits fast fünf Millionen Mal angeklickt. Darin rechnet der YouTuber Rezo an einer Vielzahl von Beispielen mit der Politik von CDU und CSU in den vergangenen Jahren, aber auch mit SPD und AfD ab.

Ziemiak beklagte im Redaktionsnetzwerk Deutschland mit Blick auf das Video ein Übermaß an Populismus, Beleidigungen und falschen Vereinfachungen in sozialen Medien. Der CDU-Generalsekretär räumte aber ein, auch bei der Vermittlung ihrer Position zur Reform des europäischen Leistungsschutzrechts zu wenig durchgedrungen zu sein.

"Die Debatte um die EU-Urheberrechtsreform hat gezeigt, wie schwer wir es oft haben, junge Menschen zu erreichen. Mich beschäftigt das sehr. Daraus müssen wir lernen", sagte Ziemiak. In diesem Streit hatte es ebenfalls auf einer Reihe von YouTube-Kanälen massive Kritik an der Bundesregierung gegeben, hier oft auch direkt an CDU und CSU.

(lukra/AFP)
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