Ökonomen-Rat will Energie-Soli oder höheren Spitzensteuersatz Wirtschaftsweise beharren auf Belastung für Top-Verdiener

Berlin · Die Wirtschaftsweisen verstehen die Kritik an ihrer Forderung nach Mehrbelastungen für Spitzenverdiener nicht: Irgendjemand müsse die Zeche für die Folgen des Ukraine-Kriegs und der Energiekrise bezahlen, so die Ratsvorsitzende Monika Schnitzer. Und das sollten nicht immer nur „unsere Kinder“ sein.

Die Münchner Professorin Monika Schnitzer ist vor gut einem Monat zur Vorsitzenden des Wirtschafts-Sachverständigenrats gewählt worden.

Die Münchner Professorin Monika Schnitzer ist vor gut einem Monat zur Vorsitzenden des Wirtschafts-Sachverständigenrats gewählt worden.

Foto: dpa/Michael Kappeler

Die so genannten Wirtschaftsweisen haben ihren umstrittenen Vorschlag verteidigt, Spitzenverdiener zur Finanzierung von Entlastungen in der Energiekrise steuerlich stärker zu belasten. Die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung seien nicht zielgenau genug und deshalb nicht sozial ausgewogen, sagte die Vorsitzende Monika Schnitzer am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen Jahresgutachtens. Es würden auch diejenigen entlastet, die es nicht nötig hätten. Es werde deswegen „zu viel Geld ins System“ gegeben. Der Staat müsse noch mehr Schulden aufnehmen und die Inflation werde weiter angeheizt.