Nordrhein-Westfalen: Westfalen wollen eigene Partei

Nordrhein-Westfalen : Westfalen wollen eigene Partei

Dortmund (RP). Bekommt NRW bald seine erste Regionalpartei? Etwa 200 Aktivisten aus dem Osten von NRW wollen im November die Partei "Die Westfalen" gründen. Die Gruppierung hat das Ziel, sich gegen die angebliche Benachteiligung Westfalens gegenüber dem Rheinland einzusetzen.

So gebe es in Westfalen keinen Großflughafen, heißt es. Bei einer möglichen Verwaltungsreform drohe der Region (8,5 Millionen Einwohner) der Fall in die Bedeutungslosigkeit, heißt es. "Die Partei ist kein Scherz", betont Initiator Werner Szybalski, der früher der SPD angehörte. Derzeit werde geprüft, ob man bereits zur Landtagswahl im Mai 2010 antreten könne.

Auch wenn "Die Westfalen" dann "wohl noch keine Chance" hätten, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen, könne man die Partei im Wahlkampf bekanntmachen, glaubt der Initiator. Ihm und seinen Mitstreitern gehe es darum, eine bürgernahe, pragmatische Politik für Westfalen zu machen. Die etablierten Parteien hätten die westfälischen Interessen aus dem Auge verloren. Deshalb würden auch zahlreiche bisherige CDU- und FDP-Wähler bei den Westfalen mitmachen.

"Anfang Dezember werden wir in Dortmund unsere Landesliste aufstellen", kündigte Szybalski an. Stark seien die Westfalen vor allem in Dortmund, aber auch in Münster und Bielefeld. Ein Parteiprogramm gibt es noch nicht. Man wolle den Politikern in "Düsseldorf die Rote Karte der Westfalen zeigen", sagte der 48-Jährige, der als Sportjournalist im Münsterland arbeitet. Die neue Partei werde es nicht zulassen, dass aus Westfalen ein "Restfalen" werde.

(RP)
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